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04.12.2015

17:20 Uhr

Krankenkassen in den Miesen

Geringerer Zusatzbeitrag bringt Millionendefizit

Mehrausgaben und der Rückgriff auf Reserven haben den deutschen Krankenkassen ein dreistelliges Millionenminus eingebracht. Doch es fehlt nicht viel damit ein Überschuss erwirtschaftet worden wäre.

Die Senkung des Zusatzbeitrags und höhere Kosten bringen die gesetzlichen Krankenkassen in die roten Zahlen. dpa

Krankenkassen machen Millionenminus

Die Senkung des Zusatzbeitrags und höhere Kosten bringen die gesetzlichen Krankenkassen in die roten Zahlen.

BerlinDie gesetzlichen Krankenkassen haben in den ersten drei Quartalen des Jahres ein Defizit von 395 Millionen Euro eingefahren. Die Finanzreserven liegen bei 15,3 Milliarden Euro, wie das Bundesgesundheitsministerium am Freitag in Berlin mitteilte.

Die Ausgaben stiegen um 3,7 Prozent je Versicherten. Für die Ärzte gaben die Kassen 4 Prozent je Versicherten mehr aus, für Arzneimittel 4,4 Prozent, für Klinikbehandlungen 3,1 und für das Krankengeld 5 Prozent mehr.

Diese Krankenkassen haben Mitglieder hinzugewonnen

Platz 10

Debeka BKK - Mitgliederzugewinn (Januar bis Juli): 7244 (15,25 Prozent der Mitglieder)

Platz 9

AOK Plus - Mitgliederzugewinn (Januar bis Juli): 7634 (0,34 Prozent der Mitglieder)

Platz 8

AOK Rheinland/Hamburg - Mitgliederzugewinn (Januar bis Juli): 7956 (0,40 Prozent der Mitglieder)

Platz 7

AOK Niedersachsen - Mitgliederzugewinn (Januar bis Juli): 8899 (0,51 Prozent der Mitglieder)

Platz 6

AOK Hessen - Mitgliederzugewinn (Januar bis Juli): 9094 (0,83 Prozent der Mitglieder)

Platz 5

IKK Classic - Mitgliederzugewinn (Januar bis Juli): 9265 (0,36 Prozent der Mitglieder)

Platz 4

BKK Mobil Oil - Mitgliederzugewinn (Januar bis Juli): 15.699 (2,28 Prozent der Mitglieder)

Platz 3

AOK Baden-Württemberg - Mitgliederzugewinn (Januar bis Juli): 29.322 (1,01 Prozent der Mitglieder)

Platz 2

AOK Bayern - Mitgliederzugewinn (Januar bis Juli): 31.988 (0,98 Prozent der Mitglieder)

Platz 1

Techniker Krankenkasse - Mitgliederzugewinn (Januar bis Juli): 192.403 (3,04 Prozent der Mitglieder)

Viele Krankenkassen hätten ihre Versicherten an ihren hohen Reserven beteiligt. Der alleine von den Versicherten zu tragende Zusatzbeitrag liege im Durchschnitt bei 0,83 Prozent und somit unter dem früheren Sonderbeitrag von 0,9 Prozent. Andernfalls hätten die 123 gesetzlichen Kassen einen Überschuss eingefahren.

Von

dpa

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