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20.07.2011

04:12 Uhr

Krankenversicherungen

Barmer kommt ohne Zusatz aus

Nach der Schließung der City BKK, rücken die Finanzprobleme anderere Krankenkassen ins Visier. Rund ein Dutzend Kassen erheben einen Aufschlag von ihren Mitgliedern. Bei der Barmer GEK ist die Lage anders.

Die Hauptverwaltung der Barmer. Quelle: dpa

Die Hauptverwaltung der Barmer.

BerlinMit der Barmer GEK will die größte deutsche Krankenkasse im kommenden Jahr weiter ohne Zusatzbeitrag auskommen. „Die Barmer GEK sieht auch im Jahr 2012 keinen Handlungsbedarf in Sachen Zusatzbeitrag“, sagte der Verwaltungsratsvorsitzende Holger Langkutsch der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Die Mitglieder- und Finanzentwicklung verlaufe positiv.

Die Kasse hat 8,6 Millionen Versicherte. Derzeit erheben rund ein Dutzend Kassen den Aufschlag allein von den Kassenmitgliedern, mindestens acht Euro. Mit Spannung erwartet wird, welche Kassen zuerst folgen. Künftig werden es immer mehr sein, weil der Beitragssatz zulasten von Arbeitgebern und Arbeitnehmern bei 15,5 Prozent eingefroren wurde. Zuletzt hatte die Schließung der City BKK die Finanzprobleme mancher gesetzlicher Krankenkassen in den Fokus gerückt. Zusatzbeiträge hatten die Lage dieser Kasse noch verschlechtert, weil viele Versicherten abgewandert waren.

Bei der Barmer GEK seien im vergangenen Jahr über 400 000 neue Mitglieder dazugekommen, teilte Langkutsch mit. In diesem Jahr seien es bisher 232 000 gewesen. Teils deutlich gedämpfte Ausgaben und konjunkturbedingt sprudelnde Einnahmen bescherten den noch rund 150 Kassen im ersten Quartal einen Überschuss von rund 1,5 Milliarden Euro. Trotzdem haben mindestens 20 Kassen nicht die nötigen Finanzreserven. 2012 könnten die Ausgaben weiter klettern. Das Honorar für die Ärzte dürfte steigen, Preisverhandlungen mit Pharmaherstellern laufen erst an, und die Kliniken könnten mehr bekommen.

Von

dpa

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