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07.05.2015

16:48 Uhr

Lebensversicherer

Bafin überprüft milliardenschwere Zins-Sicherheitspuffer

Gleichbleibende Ausschüttungen bei sinkenden Gewinnen: Die Niedrigzinsen machen es Lebensversicherern derzeit schwer. Nun kommt die Bafin den ächzenden Instituten entgegen – und prüft die Regeln für Kapitalreserven.

Um auch in einem sinkenden Zinsumfeld weiterhin ihre Verpflichtungen bedienen zu können, müssen Lebensversicherer Kapitalreserven aufbauen. So will es die BaFin. dpa

Vorsorgen für schlechte Zeiten

Um auch in einem sinkenden Zinsumfeld weiterhin ihre Verpflichtungen bedienen zu können, müssen Lebensversicherer Kapitalreserven aufbauen. So will es die BaFin.

FrankfurtDie Finanzaufsicht Bafin nimmt den milliardenschweren Zins-Sicherheitspuffer der Lebensversicherer unter die Lupe. Weil die immer weiter absackenden Zinsen die Branche belasten, lasse die BaFin eine interne Arbeitsgruppe prüfen, „ob und in welchem Maße eine Rekalibrierung der Zinszusatzreserve erforderlich erscheint“, erklärte die Behörde der „WirtschaftsWoche“ laut einem Vorabbericht. Bafin-Chef Felix Hufeld sagte dem Magazin: „Die herrschenden Zinsbedingungen sind in der Tat eine große Herausforderung für Branche und Aufsicht gleichermaßen.“

Die BaFin kommt damit Forderungen der Versicherungsmathematiker (Aktuare) nach, die auf Erleichterungen pochen, um die Lebensversicherer nicht zu überfordern. Der Vorstandschef der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV), Wilhelm Schneemeier, will erreichen, dass Versicherer die Reserve langsamer aufbauen können, wie er der „WirtschaftsWoche“ sagte. Die DAV sei daher im Gespräch mit der Aufsicht, um den Topf mit „mehr Augenmaß“ zu befüllen und Einzahlungen beispielsweise über 16 Jahre zu strecken.

Die Lebensversicherer haben in vier Jahren 21 Milliarden Euro in eine Notreserve eingezahlt, mit der die BaFin dafür sorgen will, dass die Assekuranzen trotz der niedrigen Zinsen die ihren Kunden garantierten Zinsen zahlen können. Doch einige Firmen haben immer größere Probleme, das Geld für die Reserve auf die Seite zu legen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Manfred Zimmer

07.05.2015, 20:53 Uhr

Ca. 80 Mrd. € hat die ehemalige Buchhalterin Elke König den Versicherer zu Lasten der Versicherten mit dem Lebensversicherungsreformgesetz erst letztes Jahr übertragen und jetzt will Herr Hufeld offensichtlich nicht nachstehen.

§ 89 VVG war nicht genug. Möglicherweise läuft es auf den Ansatz hinaus, dass die Lebensversicherten noch einmal mehr für höhere Dividenden an die Aktionäre der Versicherungskonzern gerade stehen sollen.

Es ist nicht nur unerhört, was bereits "gelaufen" ist, sondern geradezu zügellos.

Anmerkung:
Es ist mir klar, dass Abgeordnete des Deutschen Bundestag anders formulieren würden. Sie würden das Wort "alternativlos" statt "zügellos" verwenden. Inhaltlich sind die beiden Worte jedoch gleichbedeutend.

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