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17.03.2016

13:45 Uhr

Lebensversicherer

Garantiezins soll weiter sinken

Die Deutsche Aktuarvereinigung empfiehlt, den Garantiezins für Lebensversicherungen ab 2018 auf einen Prozent zu senken. Für Neukunden lohnt sich der Altersvorsorge-Klassiker damit immer weniger.

Mit dem Garantiezins - auch Höchstrechnungszins genannt - können Kunden nach Abzug der Abschluss- und Verwaltungskosten sicher rechnen. Er sinkt, weil die Europäische Zentralbank (EZB) die Märkte mit Geld flutet. dpa

Lebensversicherungen

Mit dem Garantiezins - auch Höchstrechnungszins genannt - können Kunden nach Abzug der Abschluss- und Verwaltungskosten sicher rechnen. Er sinkt, weil die Europäische Zentralbank (EZB) die Märkte mit Geld flutet.

KölnNeukunden klassischer Lebensversicherungen müssen sich auf einen weiteren Rückgang der garantierten Verzinsung einstellen. Die einflussreiche Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) empfiehlt, den Garantiezins für Neuverträge des Altersvorsorge-Klassikers ab 2018 von aktuell 1,25 Prozent auf dann 1,0 Prozent zu senken, wie ein DAV-Sprecher am Donnerstag auf Anfrage in Köln sagte. Für 2017 sei ein Zins von 1,25 Prozent weiterhin vertretbar. Für Altverträge mit einer Rendite von bis zu vier Prozent ändert sich nichts.

Die größten Lebensversicherer in Deutschland (nach Bruttobeiträgen)

Platz 10

Nürnberger Versicherung

Marktanteil 2014: drei Prozent (2013: drei Prozent)

Platz 9

Bayern-Versicherung

Marktanteil 2014: drei Prozent (2013: drei Prozent)

Platz 8

Axa

Marktanteil 2014: drei Prozent (2013: drei Prozent)

Platz 7

Ergo

Marktanteil 2014: drei Prozent (2013: vier Prozent)

Platz 6

Generali

Marktanteil 2014: vier Prozent (2013: fünf Prozent)

Platz 5

Debeka

Marktanteil 2014: vier Prozent (2013: vier Prozent)

Platz 4

Zurich

Marktanteil 2014: vier Prozent (2013: vier Prozent)

Platz 3

Aachen Münchener

Marktanteil 2014: sechs Prozent (2013: fünf Prozent)

Platz 2

R+V

Marktanteil 2014: sechs Prozent (2013: sechs Prozent)

Platz 1

Allianz

Marktanteil 2014: 21 Prozent (2013: 19 Prozent)

Quelle

Quelle: Map-Report

Alle Angaben beziehen sich auf die verdienten Bruttobeiträge im Lebensversicherungsgeschäft.

Mit dem Garantiezins - auch Höchstrechnungszins genannt - können Kunden nach Abzug der Abschluss- und Verwaltungskosten sicher rechnen. Er sinkt, weil die Europäische Zentralbank (EZB) die Märkte mit Geld flutet und die Zinsen faktisch abgeschafft hat.

Die endgültige Entscheidung über die Höhe des Garantiezinses trifft das Bundesfinanzministerium auf Grundlage der Berechnungen der DAV-Versicherungsmathematiker und Empfehlungen der Finanzaufsicht Bafin. Versicherer dürfen ihren Kunden zwar eine geringere, aber keine höhere Verzinsung fest zusagen. So soll sichergestellt werden, dass sich Unternehmen nicht übernehmen und ihre Versprechen auch in Zukunft erfüllen können.

Die Versicherungsmathematiker - Aktuare genannt - stützen sich bei ihren Berechnungen auf den Durchschnittswert der Renditen von europäischen Staatsanleihen mit höchster Kreditwürdigkeit. Die Renditen der Papiere sind wegen der EZB-Politik im Keller.

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dpa

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