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14.08.2013

14:38 Uhr

Lebensversicherer

Swiss Life steigert Gewinn um 30 Prozent

Der Lebensversicherer Swiss Life verdient am Finanzmarkt prächtig und konnte seinen Gewinn um fast ein Drittel steigern. Auch die Nettoanlagerendite konnte gesteigert werden.

Konzernchef Bruno Pfister ist mit dem Ergebnis zufrieden. ap

Konzernchef Bruno Pfister ist mit dem Ergebnis zufrieden.

ZürichKostensenkungen und das Versilbern von Anleihen haben dem Schweizer Versicherer Swiss Life zu einem Gewinnsprung verholfen. Der Reingewinn stieg im ersten Halbjahr um 29 Prozent auf 472 Millionen Franken (380 Millionen Euro), wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Die Prämieneinnahmen wuchsen um sechs Prozent auf 10,4 Milliarden Franken.

Bei dem größten Schweizer Anbieter von Lebensversicherungen und Produkten für die betriebliche Altersvorsorge begannen die im November gestarteten Kostensenkungen zu greifen. Rund 30 Prozent der bis 2015 geplanten Senkung der operativen Kosten sei bereits umgesetzt, sagte Konzernchef Bruno Pfister. Das wirkte sich vor allem in der Schweiz aus, wo der Gewinnbeitrag um ein Drittel stieg. Auch in Deutschland, wo Personal abgebaut wird, verdiente der Konzern mehr.

Versicherer in Europa

Europa

Zahl der Unternehmen: 5078 (in 2008)

Beschäftigte: 956 000 (in 2009)

Bruttoprämien: 1104 Milliarden Euro

Daten aus 2010

Deutschland

Zahl der Unternehmen: 582

Beschäftigte: 216 400

Bruttoprämien: 179 Milliarden Euro

Frankreich

Zahl der Unternehmen: 441

Beschäftigte: 147 400

Bruttoprämien: 207 Milliarden Euro

Italien

Zahl der Unternehmen: 242

Beschäftigte: 47 185

Bruttoprämien: 126 Milliarden Euro

Großbritannien

Zahl der Unternehmen: 1314

Beschäftigte: 117 000 (in 2009)

Bruttoprämien: 207 Milliarden Euro

Niederlande

Zahl der Unternehmen: 268

Beschäftigte: 57 000

Bruttoprämien: 78 Milliarden Euro

Belgien

Zahl der Unternehmen: 145

Beschäftigte: 23 727

Bruttoprämien: 29 Milliarden Euro

Schweiz

Zahl der Unternehmen: 151

Beschäftigte: 45 659

Bruttoprämien: 40 Milliarden Euro

Spanien

Zahl der Unternehmen: 292

Beschäftigte: 47 779 (in 2009)

Bruttoprämien: 57 Milliarden Euro

Dänemark

Zahl der Unternehmen: 184

Beschäftigte: 16 773

Bruttoprämien: 21 Milliarden Euro

Schweden

Zahl der Unternehmen: 386

Beschäftigte: 20 414

Bruttoprämien: 28 Milliarden Euro

Der Image-Schaden im Zusammenhang mit Fehlberatungs-Vorwürfen gegen den 2008 übernommenen Finanzberater AWD hängt den Schweizer in Deutschland aber noch nach. Um das Problem möglichst schnell vom Tisch zu bekommen, legte der Konzernchef AWD-Klägern in Deutschland nahe, sich in Gruppen zusammenzuschließen, um Vergleichsverhandlungen zu erleichtern und wie diese Woche in Österreich zu einem Abschluss zu kommen. Er zeigte sich kompromissbereit. Swiss Life weise den Vorwurf der systematischen Falschberatung durch AWD zurück, sagte Pfister. Aber, „wenn wir sehen, dass Klagen berechtigt sind, werden wir eine Lösung finden“. Für die Rechtsfälle habe Swiss Life ausreichend Reserven gebildet. In Österreich will Swiss Life Schadenersatzforderungen über rund 40 Millionen Euro außergerichtlich mit elf Millionen Euro abgelten.

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