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12.05.2011

04:45 Uhr

Marktgerüchte

USA wollen AIG-Anteile nur mit Gewinn verkaufen

Die Aktienplatzierung des verstaatlichten Versicherungsgiganten AIG verursacht neuen Wirbel. Es heißt, das Finanzministerium könnte den geplanten Verkauf von Anteilen streichen. Die Bedingungen sind eindeutig.

Das Logo des Versicherungskonzerns AIG. Quelle: dapd

Das Logo des Versicherungskonzerns AIG.

New YorkDas US-Finanzministerium will Kreisen zufolge mit dem Verkauf von Anteilen an dem verstaatlichten Versicherer AIG nur fortfahren, wenn es dabei einen Gewinn machen kann. Sollte mit der geplanten Platzierung von AIG-Aktien kein Profit zu machen sein, werde das Ministerium das Geschäft vom Tisch nehmen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen am Mittwoch.

Der einst weltgrößte Versicherer und das amerikanische Finanzministerium wollen sich eigentlich noch in diesem Monat von insgesamt 300 Millionen Dividendenpapieren trennen, wie der Konzern am Mittwoch ankündigte. Dadurch würde der Staatsanteil von derzeit 92 Prozent auf 77 Prozent sinken.

Allerdings könnte der Erlös aus der Platzierung von AIG-Stammaktien beim derzeitigen Aktienkurs mit etwa neun Milliarden Dollar nicht einmal halb so groß ausfallen wie noch im Januar erhofft.

Der Versicherer war nach riskanten Wertpapiergeschäften in der Finanzkrise kollabiert und wurde mit Staatshilfen über 182 Milliarden Dollar gerettet. Der Staat will sich nun - zweieinhalb Jahre danach - aber wieder zurückziehen. Die US-Regierung steht wegen des staatlichen Schuldenrekords unter Druck, sich von Firmen zu trennen, die sie in der Krise gestützt hat.

Von

rtr

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