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01.08.2011

14:46 Uhr

Martin Sonneborn

Einladung zur Ergo-Party mit Bademantel

VonSönke Iwersen

Er verulkte unzählige Politiker, kaperte Pressekonferenzen und versetzte sogar die Fifa einst in Aufruhr. Nun hat Martin Sonneborn ein neues Ziel für seine Spaß-Attacken gefunden: Die Ergo-Versicherung.

Ein beleuchtetes Schild mit der Aufschrift "Ergo" vor der Zentrale der Versicherungsgruppe in Düsseldorf. Quelle: dpa

Ein beleuchtetes Schild mit der Aufschrift "Ergo" vor der Zentrale der Versicherungsgruppe in Düsseldorf.

DüsseldorfGenau sieben Jahre ist es her, dass der damalige Chefredakteur des Satiremagazins „Titanic“, Martin Sonneborn, sich nicht länger unter falscher Flagge verstecken wollte und seine eigene Partei gründete. Mehrfach hatte Sonneborn mit falscher Identität für Verwirrung gesorgt und etwa in Bayern als angeblicher SPD-Politiker mit dem Slogan „Mit Anstand verlieren“ geworben. Im August 2004 dann gründete er mit anderen „Die Partei“. Ihre Spezialität: subversive Aktionen in der Öffentlichkeit.

Martin Sonneborn lädt vor die Konzernzentrale von Ergo ein. Quelle: dpa

Martin Sonneborn lädt vor die Konzernzentrale von Ergo ein.

Passend dazu lädt Sonneborn nun für Mittwoch vor die Konzernzentrale der Ergo in Düsseldorf ein: „Die Ergo-Versicherung veranstaltet eine Pressekonferenz, um aktuelle Vorwürfe aufzuklären (Sexpartys in Budapest etc.). Gäste in frivoler Aufmachung, in Bademänteln, mit Sektflaschen, blauen Armbändern, ohne Bademäntel, die vor Ergo (Versicherungen, Sexpartys in Budapest etc.) um Aufklärung bitten, werden von der Presse sicher aufmerksam zur Kenntnis genommen.“

So lautet die Einladung, die Sonneborn am Freitag auf Facebook platzierte. Innerhalb von 24 Stunden sagten mehr als 200 Personen ihr Kommen zu, von rund 1300 Angesprochenen steht die Antwort noch aus. Sogenannte Facebook-Partys hatten zuletzt Angst und Schrecken verbreitet. Teilweise kamen Tausende von ungebetenen Gästen zu Veranstaltungen und blockierten ganze Viertel. Sonneborn teilte auf Anfrage mit, es gebe keinen tieferen Sinn für die Einladung: „Wir unterstützen nur die Ergo-Versicherung im Ringen um Aufklärung und Aufmerksamkeit.“ Die Versicherungsgruppe Ergo äußerte sich auf Anfrage nicht dazu, wie sie mit der drohenden Spaß-Party vor der eigenen Haustür umgehen will.

 

 

Kommentare (2)

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sklev

03.08.2011, 10:18 Uhr

Warum immer nur Ergo ? In fast allen Konzernen, die sich Globalplayer nennen wurden die "Nutten" aus der "Portokasse bezahlt - nur eben nicht so offensichtlich kostengünstig vorab zum Pauschtaif !
Ex-"selbstständiger" Einfirmenvertreter und Makler.

Synapsenkitzler

03.08.2011, 14:11 Uhr

Wie wäre es in Anlehnung an den Bud Spencer Tunnel mit einer Abstimmung über das Martin Sonneborn Primatenzentrum Göttingen ?
http://www.synapsenkitzler.de/bud-spencer-tunnel.html

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