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29.08.2013

10:15 Uhr

Medienbericht

Allianz will Rechenzentren auslagern

Um Kosten zu sparen, will der Versicherungskonzern Allianz seine EDV-Abteilung auslagern, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Der Konzern verhandele mit den US-Firmen CSC und IBM. Betroffen seien rund 250 Mitarbeiter.

Künftig soll es anstelle der 140 Allianz-Rechenzentren nur fünf bis sieben geben, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Reuters

Künftig soll es anstelle der 140 Allianz-Rechenzentren nur fünf bis sieben geben, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“.

MünchenDer Versicherungskonzern Allianz will einen großen Teil seiner Datenverarbeitung an einen externen Dienstleister abgeben. Der Konzern verhandele mit den US-Unternehmen Computer Sciences Corporation (CSC) und IBM, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Branchenkreise. Ein Allianz-Sprecher bestätigte der Zeitung Gespräche, ohne konkrete Namen zu nennen.

Der Vertrag dürfte laut dem Blatt mindestens zehn Jahre laufen und könnte einen Umfang von deutlich über 500 Millionen Euro haben. Die EDV gehört bei den Versicherern traditionell zu den größten Kostenblöcken.

Systemrelevante Versicherer laut FSB (2013)

1

Allianz

Sitz: München

Netto-Gewinn 2012: 5,2 Milliarden Euro

Umsatz: 106,4 Milliarden Euro

Verwaltetes Vermögen: 1,85 Billionen Euro

S&P-Finanzstärke-Rating: AA

Mitarbeiter: 144.000

Börsenwert: 53,8 Mrd Euro

Quelle: Reuters

2

AIG

Sitz: New York

Netto-Gewinn 2012: 2,6 Milliarden Euro

Umsatz: 50,13 Milliarden Euro

Verwaltetes Vermögen: 287 Milliarden Euro

S&P-Finanzstärke-Rating: A+

Mitarbeiter: 63.000

Börsenwert: 53 Milliarden Euro

Quelle: Reuters

3

Aviva

Sitz: London

Netto-Verlust 2012: 3,55 Milliarden Euro (wegen hoher Abschreibungen auf Beteiligungsverkäufe, vor allem in USA)

Umsatz: 39,68 Milliarden Euro

Verwaltetes Vermögen: 319,19 Milliarden Euro (inklusive mittlerweile verkaufter Bereiche) S&P-Finanzstärke-Rating: A+

Mitarbeiter: 31.000

Börsenwert: 12,73 Milliarden Euro

Quelle: Reuters

4

AXA

Sitz: Paris

Netto-Gewinn 2012: 4,15 Milliarden Euro

Verwaltetes Vermögen: 1,1 Billionen Euro

Umsatz: 90,13 Milliarden Euro

S&P-Finanzstärke-Rating: A+

Mitarbeiter: 160.000

Börsenwert: 39,56 Milliarden Euro

Quelle: Reuters

5

GENERALI

Sitz: Triest

Netto-Gewinn 2012: 90 Millionen Euro

Umsatz: 69,6 Milliarden Euro

Verwaltetes Vermögen: 490 Milliarden Euro

S&P-Finanzstärke-Rating: A

Mitarbeiter: 80.000

Börsenwert: 22,5 Milliarden Euro

Quelle: Reuters

6

METLIFE

Sitz: New York

Netto-Gewinn 2012: 0,9 Milliarden Euro

Umsatz: 52,04 Milliarden Euro

Verwaltetes Vermögen: 364 Milliarden Euro

S&P-Finanzstärke-Rating: AA-

Mitarbeiter: 64.000

Börsenwert: 40,8 Milliarden Euro

Quelle: Reuters

6

PING AN INSURANCE

Sitz: Shenzhen

Netto-Gewinn 2012: 2,49 Milliarden Euro

Umsatz: 37,18 Milliarden Euro

Verwaltetes Vermögen liegt nicht vor

S&P-Finanzstärke-Rating: nicht vorhanden

Mitarbeiter: 190.000

Börsenwert: 35,3 Milliarden Euro

Quelle: Reuters

6

PRUDENTIAL

Sitz: London

Netto-Gewinn 2012: 2,56 Milliarden Euro

Umsatz: 34,78 Milliarden Euro

Verwaltetes Vermögen 265,12 Milliarden Euro

S&P-Finanzstärke-Rating: AA

Mitarbeiter: 26.000

Börsenwert: 34,22 Milliarden Euro

Quelle: Reuters

9

PRUDENTIAL FINANCIAL

Sitz: New York

Netto-Gewinn 2012: 358 Millionen Euro

Umsatz: 864,7 Milliarden Euro

Verwaltetes Vermögen: über 760 Milliarden Euro

S&P-Finanzstärke-Rating: AA-

Mitarbeiter: 48.000

Börsenwert: 27,9 Milliarden Euro

Quelle: Reuters

„In Deutschland geht es um rund 250 Mitarbeiter“, zitiert die Zeitung den Sprecher. Betroffene Mitarbeiter würden mit bestehenden Verträgen und allen Rechten zu dem Dienstleister oder in mögliche Gemeinschaftsunternehmen wechseln. Die gesamte Aktion soll höchstens 20 Prozent der EDV-Mitarbeiter erfassen. Derzeit bearbeite und speichere die Allianz Daten von Kunden und Mitarbeitern weltweit in 140 Rechenzentren. Künftig werden es fünf bis sieben sein, berichtet das Blatt.

Von

dpa

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

29.08.2013, 10:24 Uhr

Toll! Ich glaube, der NSA hat auch noch ein paar Rechenkapazitäten über. Warum also erst einen Umweg nehmen?

ALFRED

29.08.2013, 11:02 Uhr

Wie besch.... muß man eigentlich sein, um nach den ganzen
Diskussionen der vergangenen Monate a) daran zu denken,
die eigene EDV auszulagern, und b) auch dafür noch eine ame-
rikanische Firma zu beauftragen?

Die angeführten Kosteneinsparungen werden selten erreicht,
Stamm-Mitarbeiter der EDV werden frustriert und vom eigenen
Unternehmen enttäuscht. Firmentreue und Mitarbeiterengage-
ment werden verhöhnt!

Mittelfristig verlieren die Unternehmen Finanz- und Verwal-
tungskompetenz, kurzfristig kann das Management mit Kosten-
einsparungen glänzen und die eigenen Boni erhöhen!

Account gelöscht!

29.08.2013, 12:02 Uhr

ja, was den Datenschutz betrifft, sollten sich die Versicherten nun Gedanken machen.

Aber es ist so schön billig!!!!

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