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21.08.2012

14:00 Uhr

Medienbericht

Datenpanne bei der Allianz

Beim größten deutschen Versicherungskonzern Allianz ist es zu einer schweren Datenpanne gekommen. Ein Privatermittler gab offenbar interne Daten weiter. Der Konzern reagierte umgehend.

Fahnen des Versicherungskonzern Allianz. dapd

Fahnen des Versicherungskonzern Allianz.

HamburgBeim Versicherungskonzern Allianz gibt es laut „Financial Times Deutschland“ eine schwere Datenpanne. Der Zeitung liegen Unterlagen aus einer Reihe von Versicherungsfällen vor, darunter Strafanzeigen, Ermittlungsakten der Polizei und Staatsanwaltschaft, Schreiben von Banken über Konten und deren Verfügungsberechtigte, wie sie am Dienstag berichtete. Enthalten seien Klarnamen und Daten von Beteiligten und Unbeteiligten. Die Allianz habe bestätigt, dass die Unterlagen zumindest zum Teil aus ihrem Bestand kommen.

Wenn Akten nicht vernichtet werden, könnten dadurch Kunden erpresst werden. Zudem solle die Zahl der Ermittler, mit denen die Allianz zusammenarbeitet, weiter reduziert werden, betonte der Sprecher.

Ein Sprecher sagte dem Blatt, die Daten seien offenbar von einem Privatermittler weitergegeben worden. Das Unternehmen habe ihm 2011 gekündigt. Als Konsequenz verschärfe der Konzern die Anforderungen an externe Privatdetektive, mit denen die Allianz bei Verdacht auf Versicherungsbetrug zusammenarbeitet. „Wir werden strukturierte Qualitäts-Audits einführen und die Zahl der Ermittler, mit denen wir zusammenarbeiten, weiter reduzieren“, sagte der Sprecher.

Es ist laut Bericht üblich, dass Versicherungen Detektive beschäftigen. Sie bekommen meist elektronisch Akten, die aus internem Material des Versicherers sowie Dokumenten der Behörden bestehen. Nach Abschluss der Ermittlungen müssen die Detektive die Unterlagen zurücksenden. Die Allianz prüfe nun die Möglichkeit, in Vereinbarungen mit Detektiven Vertragsstrafen vorzusehen, sollte ein Detektiv gegen diese Praxis verstoßen.

Die Allianz arbeitet laut „FTD“ derzeit im Bereich Sachversicherung mit 13 Detekteien zusammen. Jährlich gebe es in diesem Bereich 1.000 Fälle für Detektive.

Von

afp

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