Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.02.2014

21:39 Uhr

Mega-Deal

Allianz steigt für 110 Millionen Euro beim FC Bayern ein

Es ist der größte Deal der Bundesliga-Geschichte: Der Versicherungskonzern Allianz wird dritter Anteilseigner des Rekordmeisters FC Bayern München. Die Partnerschaft spült dem Verein 110 Millionen Euro in die Kassen.

Die Allianz-Arena in München erstrahlt bei Bayern-Heimspielen stets in Rot: Der Versicherungskonzern hat sich die Namensrechte bis 2041 gesichert. dpa

Die Allianz-Arena in München erstrahlt bei Bayern-Heimspielen stets in Rot: Der Versicherungskonzern hat sich die Namensrechte bis 2041 gesichert.

MünchenMit dem größten Millionen-Deal der Bundesliga-Geschichte hat der FC Bayern München neben der sportlichen Dominanz auch seine wirtschaftliche Ausnahmestellung weiter zementiert. Der Versicherungskonzern Allianz steigt als dritter Anteilseigner beim Champions-League-Sieger ein. Die Partnerschaft spült den Münchnern 110 Millionen Euro in die Kassen. Das gaben am Dienstag der FC Bayern und die Allianz bekannt. Mit dem Geld tilgt der FC Bayern die restlichen Schulden, die er für den Bau des 2005 eröffneten und 340 Millionen Euro teuren Stadions aufgenommen hatte. Eigentlich sollten die Kredite erst 2018 zurückgezahlt werden.

„Für den FC Bayern ist dies heute ein großer Tag“, sagte Bayern-Präsident und Aufsichtsratschef Uli Hoeneß einen Tag vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale beim Hamburger SV, wo der nächste Schritt auf der Münchner Titeljagd erfolgen soll.

„Wir haben diese Entscheidung einstimmig im Präsidium und Verwaltungsbeirat des Vereins getroffen. Mit den drei bayerischen Unternehmen Allianz, Adidas und Audi ist der FC Bayern ein Triple-A mit seinen Partnern. Es ist ein Traum - wir sind sehr stolz darauf, zeigt dies doch die Stärke dieses Vereins.“

Gleichzeitig wurden auch die Namensrechte am Stadion für weitere zehn Jahre an die Allianz vergeben; der Vertrag läuft nun bis 2041. Zudem werde „die Präsenz der Allianz in der Arena und im Markenauftritt des FC Bayern München verstärkt“, hieß es in der Mitteilung. Für Fans des Klubs will die Allianz spezielle Versicherungsprodukte anbieten.

Der FC Bayern München in Zahlen (Bilanz Saison 2012/13)

Umsatz Konzern (mit Arena)

432,8 Millionen Euro

Umsatz (ohne Arena)

393,9 Millionen Euro

Gewinn nach Steuern

14 Millionen Euro

Personalaufwand

202,8 Millionen Euro

Betriebliche Aufwendungen

87,2 Millionen Euro

Einnahmen durch Spielbetrieb

150 Millionen Euro

Einnahmen durch Sponsoring/Vermarktung

102,4 Millionen Euro

Einnahmen durch TV-/Hörfunkvermarktung

44,1 Millionen Euro

Einnahmen durch Transfers

1,6 Millionen Euro

Einnahmen durch Merchandising

82,8 Millionen Euro

Einnahmen durch Sonstiges

13 Millionen Euro

Eigenkapital

286,8 Millionen Euro

Umlaufvermögen

135,1 Millionen Euro

Steueraufkommen

131,9 Millionen Euro

Mitglieder (Stand 13. November 2013)

223.985

Fanklubs/Mitglieder (Stand 13. November 2013)

3576/262.077

Der Einstieg des Versicherungskonzerns hatte sich in den letzten Wochen bereits angedeutet. So hatte Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge auf dem Sportsponsoring-Kongress Spobis in der vergangenen Woche in Düsseldorf die Beteiligung eines weiteren Investors in Aussicht gestellt. Die Allianz ist der dritte Anteilseigner nach dem Sportartikelhersteller Adidas (seit 2001) und dem Automobilhersteller Audi (seit 2009).

Kommentare (10)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

11.02.2014, 21:09 Uhr

Die sollten lieber das Geld an Ihre Versicherungsnehmer zahlen

Account gelöscht!

12.02.2014, 08:22 Uhr

schön - wenn es so viele Freunde gibt. Eine Machtdemonstration für den Richter der demnächst entscheiden muss. Der Ärmste.

InDerRuheLiegtDieKraft

12.02.2014, 08:42 Uhr

Entspannt euch mal. Die Allianz bekommt für die Beteiligung eine jährliche Ausschüttung, abhängig vom Geschäftsergebnis der FC Bayern München AG. Unterm Strich ists nichts anderes wie ein Investment. Bevor sie mit Null-Rendite aus deutschen Staatsanleihen das Geld der Anleger verbrennt, kann die Allianz über Beteiligungen auch das Geld anlegen.

Zur Info: Der Allianz gehören unter anderem auch die meisten Immobilien, in denen Aldi eingemietet ist. Geht ihr deswegen auch nicht mehr zum Aldi einkaufen??

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×