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07.05.2014

15:27 Uhr

Michael Diekmann

Allianz-Chef will sich nicht belehren lassen

Vertrösten und Hinhalten – das ist derzeit die Taktik der Allianz-Führungsriege. Kritik am Umgang mit Pimco lässt Allianz-Chef Diekmann nicht zu, eine Entscheidung zur neuen Konzernspitze soll erst im Oktober fallen.

„Es gibt keinen Grund, uns die Leviten zu lesen“: Allianz-Chef Michael Diekmann bei der Hauptversammlung des Konzerns. Reuters

„Es gibt keinen Grund, uns die Leviten zu lesen“: Allianz-Chef Michael Diekmann bei der Hauptversammlung des Konzerns.

MünchenEben hat er noch von der traumatischen Erfahrung beim Fußballspiel FC Bayern gegen Real Madrid berichtet – die Bayern hatten 4:0 verloren – und die Fans unter den Teilnehmern der Allianz-Hauptversammlung begrüßt. Doch dann wird Allianz-Chef Michael Diekmann plötzlich sehr ernst. Die Kritik der Medien an seinem Umgang mit der Führungskrise bei der Tochtergesellschaft Pimco, einem großen Vermögensverwalter mit Sitz in Kalifornien, weist er brüsk zurück.

„Es gibt keinen Grund, uns die Leviten zu lesen oder den Untergang zu beschwören“, sagte er vor den rund 3300 Aktionären in der Münchner Olympiahalle. Vorangestellt hatte er einige Schlaglichter zu den großen Erfolgen von Pimco in der Vergangenheit.

Nicht nur in den Medien wurde Diekmann kritisiert. Fondsmanager Ingo Speich von Union Investment sprach von einem regelrechten Pimco-Abschlag für die Allianz-Aktie an der Börse und warnte vor Reputationsrisiken.

Als der schillernde CEO Mohammed El-Erian sich im Februar überraschend zurückzog, gab es Gerüchte über ein Zerwürfnis mit Pimco-Gründer Bill Gross. Diese Gerüchte haben beide Kontrahenten in mehreren Interviews inzwischen mehr oder weniger direkt bestätigt. Von der Muttergesellschaft Allianz in München dagegen hörte man selbst in Hintergrundgesprächen sehr wenig zu dem Thema, höchstens Erwägungen zur schwierigen Work-Life-Balance von El-Erian. Die Sprecherin der Aktionärsvereinigung DSW, Daniela Bergdoldt, nannte den Streit zwischen Gross und El-Erian gar einen „männlichen Zickenkrieg“. Ein schnelleres und klareres Eingreifen des Allianz-Vorstands wäre wünschenswert gewesen, sagte sie.

Kommentare (1)

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07.05.2014, 16:00 Uhr

Die Amis lachen sich mal wieder schlapp über die nützlichen deutschen Idioten

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