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13.09.2017

22:34 Uhr

Munich Re

Hurrikan-Schäden gefährden das Gewinnziel 2017

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re könnte sein Gewinnziel für das laufende Jahr verfehlen. Grund sind die massiven Schäden, die die Hurrikane „Irma“ und „Harvey“ angerichtet haben. Im laufenden Quartal droht ein Verlust.

Im laufenden Quartal droht ein Verlust, gleichzeitig ist das Gewinnziel für 2017 gefährdet. dpa

Munich Re

Im laufenden Quartal droht ein Verlust, gleichzeitig ist das Gewinnziel für 2017 gefährdet.

München/BerlinDie Wirbelstürme „Irma“ und „Harvey“ könnten die Münchener Rück ihr Gewinnziel kosten. Der weltgrößte Rückversicherer teilte am Mittwochabend mit, wegen der hohen versicherten Schäden könne trotz der bisher guten Geschäftsentwicklung die Prognose von 2,0 bis 2,4 Milliarden Euro Gewinn für 2017 verfehlt werden. Im laufenden dritten Quartal werde wohl ein Fehlbetrag in der Bilanz stehen. Beim Branchentreffen in Monte Carlo hatte Münchener-Rück-Vorstand Torsten Jeworrek am Wochenende noch gesagt, sein Konzern sei in Florida nicht so stark engagiert.

Nun erklärte der Konzern, durch „Irma“ und „Harvey“ seien hohe versicherte Schäden zu erwarten, die sich für den Markt und die Münchener Rück derzeit noch nicht quantifizieren ließen. Trotz der schweren Naturkatastrophen verfüge das Unternehmen aber über eine ausreichend solide Kapitalbasis, um weiterhin die volle Rückversicherungskapazität zur Verfügung zu stellen.

Munich-Re-Manager Torsten Jeworrek: „Hurrikane werden intensiver“

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Sind die Stürme „Irma“ und „Harvey“ Boten des Klimawandels? Der Dax-30-Konzern Munich Re bleibt vorsichtig. Doch eines hält der Rückversicherer für gewiss: Die Hurrikane werden nicht häufiger. Dafür wächst ihre Wucht.

Auf der Handelsplattform Tradegate fielen die Aktien der Munich Re zuletzt gegenüber dem Xetra-Schlusskurs um rund 3,5 Prozent.

Den Rückversicherern machen bereits das Niedrigzinsumfeld und sinkende Preise für die Absicherung der Erstversicherer gegen Naturkatastrophen zu schaffen. Konkurrent Hannover Rück hatte kürzlich erklärt, trotz der Wirbelstürme für 2017 weiterhin einen Gewinn von über einer Milliarde Euro zu erwarten.

Die Analysten von Moody's beziffern die wirtschaftlichen durch „Irma“ in den USA auf bis zu 92 Milliarden Dollar. Der Sturm hatte am Wochenende eine Spur der Verwüstung in der Karibik sowie in Floria hinterlassen. Nur kurz zuvor hatte „Harvey“ in Texas starke Schäden angerichtet und für schwere Überschwemmungen gesorgt.

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