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07.05.2015

08:45 Uhr

Munich Re

Sturm „Niklas“ belastet den Rückversicherer

Unwetter und Katastrophen haben dem weltweit größten Rückversicherer im ersten Quartal zugesetzt. Der Gewinn sackte im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent ab. Auf den Jahresgewinn 2015 dürften die Niedrigzinsen drücken.

Katastrophen haben dem Rückversicherer zugesetzt. dpa

Munich Re

Katastrophen haben dem Rückversicherer zugesetzt.

MünchenStürme und weiter gesunkene Zinsen haben dem weltgrößten Rückversicherer Munich Re zum Jahresstart einen Gewinnrückgang eingebrockt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sackte der Gewinn im ersten Quartal 2015 um fast 16 Prozent auf 790 Millionen Euro ab, wie der Dax-Konzern am Donnerstag in München mitteilte.

Das war jedoch mehr als von Analysten erwartet. Finanzvorstand Jörg Schneider sieht den Konzern auf Kurs, im Gesamtjahr wie geplant einen Gewinn von 2,5 bis 3,0 Milliarden Euro zu erreichen. Die Niedrigzinsen und ein Preiskampf in der Rückversicherung drücken dabei aufs Ergebnis. 2014 hatte die Munich Re noch 3,2 Milliarden Euro verdient.

Die größten Versicherer Europas (nach Beitragseinnahmen)

Platz 10

Mapfre (Spanien)
Beitragseinnahmen 2012: 21,6 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 10,1 Prozent
Quelle für alle Angaben: Übersicht von Mapfre.

Platz 9

Crédit Agricole Assurances (Frankreich)
Beitragseinnahmen 2012: 22,5 Milliarden Euro
Rückgang gg. Vorjahr: minus 7 Prozent

Platz 8

CNP Assurances (Frankreich)
Beitragseinnahmen 2012: 26,4 Milliarden Euro
Rückgang gg. Vorjahr: minus 11,8 Prozent

Platz 7

Talanx (Deutschland)
Beitragseinnahmen 2012: 26,7 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 12,6 Prozent

Platz 6

Aviva (Großbritannien)
Beitragseinnahmen 2012: 28 Milliarden Euro
Rückgang gg. Vorjahr: minus 7 Prozent

Platz 5

Prudential (Großbritannien)
Beitragseinnahmen 2012: 36,8 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 24,9 Prozent

Platz 4

Zurich (Schweiz)
Beitragseinnahmen 2012: 39,7 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 16,2 Prozent

Platz 3

Generali (Italien)
Beitragseinnahmen 2012: 69,6 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 0,7 Prozent

Platz 2

Allianz (Deutschland)
Beitragseinnahmen 2012: 72 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 4 Prozent

Platz 1

Axa (Frankreich)
Beitragseinnahmen 2012: 84,6 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 5 Prozent

Den schwersten Schaden in der Quartalsbilanz hinterließ im ersten Quartal Sturm „Niklas“, der Ende März über Europa fegte. Die Folgen kosten die Munich Re und ihre Erstversicherungstochter Ergo zusammen voraussichtlich 57 Millionen Euro. Hinzu kam Zyklon „Pam“ im Südpazifik mit 30 Millionen Euro. Größter von Menschen verursachter Schaden war den Angaben zufolge ein Brand in einer Raffinerie in den USA, der bei den Münchnern mit 35 Millionen Euro zu Buche schlug.

Von

dpa

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