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13.12.2011

14:55 Uhr

Nach Brasilien-Trip

Wüstenrot feuert Mitarbeiter

VonThomas Schmitt

Die Bausparkasse zieht Konsequenzen aus einer Vertriebsreise, die für einige Mitarbeiter mit einem Bordellbesuch verbunden war. Frühere Reisen werden überprüft, neue gestrichen und Mitarbeiter gefeuert.

Wüstenrot-Mitarbeiter ließen es sich an der Copacabana gut gehen. HB

Wüstenrot-Mitarbeiter ließen es sich an der Copacabana gut gehen.

FrankfurtDie Finanzdienstleistungs-Gruppe Wüstenrot & Württembergische (W&W) streicht alle Incentive-Reisen und suspendiert zwei Führungskräfte. Damit ziehe man weitreichende Konsequenzen aus dem Fehlverhalten einzelner Teilnehmer einer Reise von Vertriebsmitarbeitern der Wüstenrot Bausparkasse AG nach Rio de Janeiro im Frühjahr 2010, erklärte das Unternehmen. „Solche Anreizsysteme für Vertriebsorganisationen sind nach Auffassung der Finanzdienstleistungs-Gruppe nicht mehr zeitgemäß.“

Die bisherigen Untersuchungen der Vorkommnisse der Reise von Vertriebsmitarbeitern nach Rio de Janeiro hätten klar bestätigt, dass auf dem Programm weder offizielle noch inoffizielle Veranstaltungen oder Aktivitäten standen, die nicht mit dem Verhaltenskodex der Wüstenrot Bausparkasse AG vereinbar gewesen wären.

„Wüstenrot hat keine Aktivitäten organisiert oder finanziert, die gegen die Verhaltensregeln des Unternehmens verstoßen“, erklärte das Unternehmen. Die Vorkommnisse während der Incentive-Reise hätten aber gezeigt, dass individuelles Fehlverhalten einzelner Vertriebsmitarbeiter trotz der bestehenden Verhaltensregeln nicht vollständig ausgeschlossen werden könne.

Bei einer Incentive-Reise für die besten freien Handelsvertreter von Wüstenrot im April vergangenen Jahres kehrten bis zu 20 Teilnehmer in einen Nachtclub in Rio ein, der als Kontakthof für käuflichen Sex dient. Mindestens drei Mitarbeiter, darunter Führungskräfte, nahmen sich Prostituierte mit aufs Zimmer. Das Handelsblatt hatte ausführlich über den Fall berichtet.

Kommentare (23)

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Frau

13.12.2011, 14:45 Uhr

Also ich gehe nicht in den Puff (falsches Geschlecht halt). Und wenn man einen Schwung Männer nach Rio schickt - dann wundert es micht nicht, wenn die im Puff landen.
Die ganze Bagage mit dem Bus direkt vor der Tür abzusetzen - dass war ungeschickt.
Glaubt denn wirklich jemand, wenn eine derartige Veranstaltung hier in D stattfindet, dass dann nicht auch entsprechende Damen anwesend sind.
Lasst doch um Himmels Willen diese Heuchelei - bei der Menge an Puffs und Prostituierten, die es in D gibt, müssen doch viele Männer diesen Service in Anspruch nehmen.

ludwig

13.12.2011, 15:03 Uhr

sollen die versicherungen doch mit den verdienten provisionen machen was sie wollen...ich lese jetzt schon die meinung, dass die "mit meinen provisionen" den puffbesuch bezahlt haben...und mit moral braucht man versicherungsheinies eh nicht zu kommen.

roluebb

13.12.2011, 15:49 Uhr

Besser kann man diese unterhaltsame Aufbauschgeschichte nicht beschreiben!
Roluebb

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