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09.06.2011

17:37 Uhr

Nach Insolvenz

Keine Versorgungslücke für Vesicherte der City BKK

Für die Versicherten der insolventen City BKK soll es eine Auffanglösung geben. Eine Aushilfskasse soll Kranken- und Pflegegeld auszahlen. Kritik gibt es am Gesundheitsminister, der zu lange gezögert hätte.

Das Firmenschild der City BKK in Hamburg. Quelle: dpa

Das Firmenschild der City BKK in Hamburg.

BerlinFür Versicherte der insolventen City BKK wird es nach Angaben des Gesundheitsministeriums keine Versorgungslücke geben, auch wenn sie nicht rechtzeitig bis Ende Juni in eine neue Krankenkasse gewechselt sind. Mit dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sei vereinbart worden, dass ab dem 1. Juli eine Aushilfskasse einspringen solle, um für diese Versicherten Leistungen wie Kranken- und Pflegegeld auszuzahlen, hieß es am Donnerstag aus dem Ministerium in Berlin. Die Experten rieten den Versicherten gleichwohl zu einem raschen Wechsel.

Die City BKK schließt zum 1. Juli. Wer bis dahin eine neue Kasse gewählt hat, genießt pünktlich zum Monatsende über diese Versicherungsschutz. Allerdings haben die Versicherten laut Gesetz bis zum 15. Juli Zeit, um sich eine neue Kasse zu suchen. Wer dann noch immer keine Nachfolgekasse gewählt hat, wird zwangsweise von seinem Arbeitgeber, der Arbeitsagentur oder dem Rentenversicherungsträger einem Anbieter zugewiesen.

Doch unter bisherigen Bedingungen könnte es für die Versicherten, die Anfang Juli noch keiner neue Kasse angehören, eng werden. Zwar besteht ihr Krankenversicherungsschutz weiter, doch könnten Kranken- und Pflegegeld erst rückwirkend ausgezahlt werden. Ärzte würden Patienten der Pleite-Kasse unter Umständen nur auf Privatrechnung behandeln.

Das Ministerium hat aber nach eigenen Angaben den GKV-Verband rechtzeitig um einen Lösungsvorschlag gebeten. Dieser liege mit der Variante einer Brückenkasse nun vor. „Das Problem ist im Griff. Die Kontinuität der Leistungen ist gewahrt“, hieß es.

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