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01.08.2016

17:10 Uhr

Nach zwei Jahren

Ergo tütet Übernahme in Griechenland ein

Ergo wird zum größten Schaden- und Unfallversicherer Griechenlands. Der zweitgrößte deutsche Versicherer übernimmt die ATE Insurance. Dabei drohte die Übernahme schon zur unendlichen Geschichte zu werden.

Die Übernahme von ATE Insurance durch Ergo war bereits im August 2014 vereinbart worden, hatte sich aber wegen der nötigen Genehmigungen der Regulierer verzögert. dpa

Ergo wächst

Die Übernahme von ATE Insurance durch Ergo war bereits im August 2014 vereinbart worden, hatte sich aber wegen der nötigen Genehmigungen der Regulierer verzögert.

FrankfurtMit fast zwei Jahren Verspätung hat der zweitgrößte deutsche Versicherer Ergo eine Übernahme in Griechenland unter Dach und Fach gebracht. Mit dem Erwerb der ATE Insurance steige Ergo zum größten Schaden- und Unfallversicherer Griechenlands auf, teilte die Münchener-Rück-Tochter am Montag in Düsseldorf mit.

Die Übernahme war bereits im August 2014 vereinbart worden, hatte sich aber wegen der nötigen Genehmigungen der Regulierer verzögert. Vor einem Jahr hatte Ergo wegen der politischen Krise in Griechenland sogar erwogen, wieder vom Kauf zurückzutreten. Ergo zahlt für ATE 90 Millionen Euro an die Piraeus Bank.

Falschberechnung der Versicherung: Ergo korrigiert die Korrektur

Falschberechnung der Versicherung

Ergo korrigiert die Korrektur

In rund 350.000 Fällen hatte Ergo die Auszahlung von Lebens- und Rentenversicherungen falsch berechnet. Die Versicherung versprach, jeden Fehler zu lösen. Das gelang in den meisten Fällen – aber offenbar nicht immer.

„Ergo ist davon überzeugt, dass der griechische Versicherungsmarkt ein enormes Potenzial bietet, auch wenn die wirtschaftliche Situation des Landes in den vergangenen Jahren herausfordernd war“, erklärte der Versicherer nun. Die Griechen seien in weit geringerem Maße versichert als Menschen in der EU im Durchschnitt. Mit ATE kann Ergo seinen Marktanteil dort fast verdoppeln.

Ergo Hellas, die seit 2005 Sachversicherungen auch über die Piraeus Bank verkauft, kam im vergangenen Jahr auf 141 Millionen Euro Beitragseinnahmen, ATE war mit 125 Millionen die Nummer fünf auf dem Markt.

Von

rtr

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