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24.07.2011

13:33 Uhr

Neuer Ärger

Ergo soll Ausländern Policen verweigert haben

Der nach einer Sex-Party und falschen Beratungen in die Kritik geratene Versicherer soll bei der Vergabe seiner Auto-Policen Ausländer besonders genau geprüft haben.

Ein Schild vor der Zentrale der Ergo-Versicherungsgruppe in Düsseldorf. Quelle: dpa

Ein Schild vor der Zentrale der Ergo-Versicherungsgruppe in Düsseldorf.

DüsseldorfDas Magazin „Der Spiegel“ beruft sich in dem Bericht auf eidesstattliche Versicherungen von früheren Vertretern der Ergo-Tochter DAS. Kunden aus Ländern wie Italien, Polen und Russland hätten bei der Tochter der Münchener Rück bis mindestens Anfang 2010 intern als „unerwünschtes Risiko“ gegolten. Im Auszug aus einem internen Prüfkonzept von 2006 sei von einer „Kasko für Italiener“ zu lesen.

Ein Ergo-Sprecher sagte dem Magazin, dieses Papier sei nur ein Entwurf gewesen, der so nie zum Einsatz gekommen sei. Ergo verlange seit 1995 keine an die Nationalität des Kunden geknüpften Zuschläge. „Eine Auswertung unseres Bestandes ‚Deutsche vs. andere Nationalitäten„ zeigt keine Ungleichbehandlung“, sagte der Sprecher.

Ergo ist seit längerem in den Schlagzeilen: Handelsvertreter der Sparte Hamburg-Mannheimer hatten 2007 in Budapest eine Sex-Party mit Prostituierten gefeiert. Außerdem hat Ergo seinen Kunden bei Riester-Verträgen zu hohe Kosten berechnet und deshalb jahrelang falsch bilanziert. Der Versicherer hat sich öffentlich für die Fehler entschuldigt und angekündigt, 14.000 Kunden zu entschädigen.

Von

rtr

Kommentare (16)

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Thomas-Melber-Stuttgart

24.07.2011, 16:51 Uhr

Schon vor über zwanzig Jahren hatten bestimmte Kundengruppen Schwierigkeiten bestimmte Risiken versichert zu bekommen, z.B. Kfz-Teil- und Vollkasko. Für diese Kunden gab es weniger Provision bzw. sie wurden rundweg abgelehnt, auch wenn es keine Schadenhistorie gab oder es sich um gute Kunden mit anderen Policen handelte.

KaiserSeinIstGeil

24.07.2011, 17:06 Uhr

Finde ich jetzt nicht so schlimm, denn schließlich haben diese Gruppen auch ein höheres Risiko. Auch wenn das nicht politisch korrekt ist.

Die Leute von Ergo sind jedenfalls mit Sicherheit keine Rassisten, denn dann hätten sie sich nichtdeutschen Prostituierten rundweg verweigert...

PRhodan

24.07.2011, 17:43 Uhr

Ich denke auch, die Abzocker von HMI und sonstigen Aussschließlichkeitsvertrieblern des Ergo-Konzerns sind nicht grundsätzlich ausländerfeindlich. Oder sind etwa für die Sause in Budapest auch noch Nutten aus Deutschland eingeflogen worden?

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