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11.03.2016

15:16 Uhr

Nikolaus von Bomhard

Munich Re steht vor Chefwechsel

Am Dienstag tagt der Aufsichtsrat des Rückversicherers Munich Re, des Mutterkonzerns der Ergo-Versicherung. Vorstandschef von Bomhard scheint seinen Vertrag nicht verlängern zu wollen. Die Nachfolgersuche läuft.

Nach Abkühlungsphase an die Aufsichtsratsspitze von Munich Re? AFP; Files; Francois Guillot

Nikolaus von Bomhard

Nach Abkühlungsphase an die Aufsichtsratsspitze von Munich Re?

FrankfurtNach der Allianz steht nun offenbar auch bei der Munich Re ein Generationswechsel an der Spitze an. Der seit 2004 amtierende Vorstandschef Nikolaus von Bomhard werde seinen zum Jahresende auslaufenden Vertrag nicht verlängern, berichtete das „Manager Magazin“ online am Freitag unter Berufung auf Konzernkreise.

Der Nachfolger bei dem Rückversicherer soll demnach in den eigenen Reihen gekürt werden, der Aufsichtsrat könnte darüber schon am Dienstag entscheiden - einen Tag vor der Jahrespressekonferenz. Als Favorit gelte der für das Geschäft mit Spezial- und Finanzrisiken zuständige Vorstand Thomas Blunck. Die Munich Re, Mutter des Erstversicherers Ergo, wollte sich dazu nicht äußern.

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Von Bomhard wird dieses Jahr 60. Dem Bericht zufolge will der Manager spätestens zur Hauptversammlung 2017 gehen und liebäugelt mittelfristig mit dem Aufsichtsratsvorsitz beim weltgrößten Rückversicherer. Nach der vorgeschriebenen zweijährigen „Abkühlungsphase“ könnte er diesen Posten 2019 von Bernd Pischetsrieder übernehmen. Auch die Commerzbank hätte sich von Bomhard für den Posten des Chefkontrolleurs vorstellen können, wie Insider berichten. Hier habe der Manager aber schon vor geraumer Zeit abgelehnt.

Der Nachfolger an der Spitze der Munich Re übernimmt ein gut bestelltes Haus, wie sich im Februar bereits mit den vorläufigen Zahlen für 2015 und der Ankündigung einer Rekord-Dividende zeigte. Der Nettogewinn schrumpfte allerdings leicht auf 3,1 (Vorjahr: 3,2) Milliarden Euro, auch weil neue Anbieter den Preiskampf im Stammgeschäft anheizen.

Die größten Lebensversicherer in Deutschland (nach Bruttobeiträgen)

Platz 10

Nürnberger Versicherung

Marktanteil 2014: drei Prozent (2013: drei Prozent)

Platz 9

Bayern-Versicherung

Marktanteil 2014: drei Prozent (2013: drei Prozent)

Platz 8

Axa

Marktanteil 2014: drei Prozent (2013: drei Prozent)

Platz 7

Ergo

Marktanteil 2014: drei Prozent (2013: vier Prozent)

Platz 6

Generali

Marktanteil 2014: vier Prozent (2013: fünf Prozent)

Platz 5

Debeka

Marktanteil 2014: vier Prozent (2013: vier Prozent)

Platz 4

Zurich

Marktanteil 2014: vier Prozent (2013: vier Prozent)

Platz 3

Aachen Münchener

Marktanteil 2014: sechs Prozent (2013: fünf Prozent)

Platz 2

R+V

Marktanteil 2014: sechs Prozent (2013: sechs Prozent)

Platz 1

Allianz

Marktanteil 2014: 21 Prozent (2013: 19 Prozent)

Quelle

Quelle: Map-Report

Alle Angaben beziehen sich auf die verdienten Bruttobeiträge im Lebensversicherungsgeschäft.

Sollte Blunck das Rennen machen, würde ein ausgewiesener Kapitalmarktexperte im Chefsessel Platz nehmen. Der 51-Jährige gehört dem Vorstand seit 2005 an und ist dort unter anderem für die Verbriefung von Versicherungsrisiken in Form von Katastrophenbonds zuständig. Dieses Thema wird am Markt immer wichtiger. Chancen - wenn auch geringere - werden dem Magazinbericht zufolge ebenfalls Vorstand Joachim Wenning zugeschrieben. Der 51-Jährige ist nicht nur Personalchef, sondern auch zuständig für das Lebensrückversicherungsgeschäft. Dem Vorstand gehört er seit 2009 an.

Von

rtr

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