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09.06.2011

02:14 Uhr

Pleite-Kasse

Versicherte der City BKK bekommen keine Leistung mehr

Pech für die Versicherten der City BKK: Bei der Abwicklung der Pleite-Kasse City BKK sind für die Versicherten neue Probleme aufgetaucht. Kassenleistungen wird es möglicherweise vorerst nicht geben.

Ein Mann läuft in Stuttgart an einem Logo der Krankenkasse City BKK vorbei. Quelle: dpa

Ein Mann läuft in Stuttgart an einem Logo der Krankenkasse City BKK vorbei.

BerlinEntgegen früherer Aussagen der Behörden könnten Versicherte nach Informationen der „Berliner Zeitung“ monatelang ohne Kassenleistungen dastehen, wenn sie sich nicht umgehend eine neue Krankenkasse suchen.

Es bestehe die Gefahr „größerer Versorgungslücken“, zitiert das Blatt (Donnerstag) aus einem Papier mehrerer Kassenverbände. So würden laufende Geldzahlungen wie Pflege- und Krankengeld zunächst nicht mehr überwiesen. Außerdem behandelten die Ärzte nur noch gegen Privatrechnung, da die Versichertenkarte nicht mehr gültig sei.

Die Kassenverbände, unter ihnen der AOK-Bundesverband, haben dem Bericht zufolge daher ein neues Konzept entwickelt. So solle die City BKK nicht zum 1. Juli geschlossen werden, sondern als „City BKK in Abwicklung“ noch einige Monate weiter arbeiten. Damit solle ein „nahtloser Leistungsübergang“ sichergestellt werden.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) zeigte sich grundsätzlich offen für eine Lösung des Problems. „Gemeinsam mit den Krankenkassen sind wir uns einig, dass ein nahtloser Übergang für alle Leistungen und Leistungsansprüche gewährleistet sein muss. Entsprechende Vorbereitungen werden derzeit getroffen“, bestätigte er der „Berliner Zeitung“.

Die Versicherten der City BKK haben offiziell bis Mitte Juli Zeit, sich eine neue Kasse zu wählen. Lassen sie diesen Termin verstreichen, suchen der Arbeitgeber, die Bundesanstalt für Arbeit oder die Rentenversicherung eine neue Kasse aus und melden den Versicherten dort an. Das könne aber bis Mitte August oder sogar noch länger dauern, heißt es in dem Bericht. Die neue Kasse zahle zwar auch rückwirkend. Privatrechnungen der Ärzte würden dann aber in der Regel nicht vollständig erstatten.

Von

dpa

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