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07.03.2014

16:29 Uhr

Pleitewelle

18. Infinus-Unternehmen meldet Insolvenz an

Die Pleitewelle in der unter Betrugsverdacht stehenden Infinus-Gruppe greift weiter um sich. Nachdem die Staatsanwaltschaft Firmenkonten gesperrt hat, steigt die Zahl der insolventen Unternehmen in der Gruppe auf 18.

Sitz des Finanzdienstleisters Infinus: Die Staatsanwaltschaft erhebt Vorwürfe gegen zehn Manager des Unternehmens. dpa

Sitz des Finanzdienstleisters Infinus: Die Staatsanwaltschaft erhebt Vorwürfe gegen zehn Manager des Unternehmens.

DresdenIm Zuge der Betrugsermittlungen gegen die Dresdner Infinus-Finanzgruppe ist ein weiteres Unternehmen zahlungsunfähig. Am Freitag sei das vorläufige Insolvenzverfahren für das Infinus AG Finanzdienstleistungsinstitut (FDI) vom Amtsgericht Dresden angeordnet worden, teilte Gerichtssprecherin Birgit Keeve mit und bestätigte damit einen Bericht der „Sächsischen Zeitung“.

Am vergangenen Mittwoch hatte die Staatsanwaltschaft die Geschäftsräume der Firma in Freital bei Dresden durchsucht. Es sei darum gegangen, Vermögenswerte sicherzustellen, sagte Oberstaatsanwalt Lorenz Haase. Mehrere Firmenfahrzeuge seien beschlagnahmt worden. Wie viel Geld sich auf den gesperrten Firmenkonten befinde, werde noch geprüft.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter des FID wurde vom Amtsgericht der Rechtsanwalt Bruno Kübler bestellt, der schon mehrere Infinus-Firmen verwaltet, darunter die Future Business KGaA (Fubus). Damit sind bereits 18 Unternehmen der Gruppe zahlungsunfähig.

Die Staatsanwaltschaft wirft zehn Infinus-Managern vor, bei der Ausgabe von Orderschuldverschreibungen falsche Angaben zur Vermögens- und Ertragslage von Emittenten gemacht und ein Schneeballsystem betrieben zu haben. Fünf von ihnen sitzen seit November in Untersuchungshaft. Ein sechster Festgenommener war vor einem Monat freigekommen, nachdem er bei Staatsanwaltschaft ausgesagt und vermutlich wichtige Informationen geliefert hatte.

25.000 Anleger mit einem Anlagevermögen von 400 Millionen Euro sind laut Staatsanwaltschaft betroffen. Nach dem Zusammenbruch des Firmengeflechts dürfte die Zahl der Geschädigten inzwischen aber deutlich höher liegen.

Von

dpa

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