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14.08.2011

16:13 Uhr

Positives Jahresergebnis

Münchener Rück hofft 2011 auf deutlichen Gewinn

Die Münchener Rück rechnet sich Chancen auf ein deutliches Gewinnplus in diesem Jahr aus. Dazu hat der Versicherer seine Anleihebestände in allen Krisenländern reduziert.

Die Münchener Rück hofft 2011 auf ein deutliches Plus. Quelle: dpa

Die Münchener Rück hofft 2011 auf ein deutliches Plus.

Frankfurt„Wir haben gut eine Milliarde Euro für Großschäden im zweiten Halbjahr eingeplant. Wenn es dabei bleibt und kein großes Unheil über die Kapitalmärkte hereinbricht, machen wir signifikant Gewinn“, sagte Finanzchef Jörg Schneider der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Vorstandschef Nikolaus von Bomhard hatte nach einem Gewinnanstieg im zweiten Quartal Anfang des Monats ein „positives Jahresergebnis“ in Aussicht gestellt.

Zur Anlagestrategie des Dax-Konzerns angesichts der europäischen Schuldenkrise sagte Schneider, die Münchener Rück habe ihre Anleihebestände in allen Krisenländern reduziert. „In Frankreich halten wir 4,5 Milliarden Euro in Anleihen, in Italien 5,3 Milliarden. Das wichtigste Land ist Deutschland mit 25 Milliarden.“ Im zweiten Quartal hatte die Münchener Rück 703 Millionen Euro auf die von ihr gehaltenen griechischen Staatsanleihen abgeschrieben, was den Gewinn unter dem Strich um 125 Millionen Euro drückte.

Den Verkauf von US-Staatsanleihen erwäge der Versicherer auch nach der Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA durch die Ratingagentur Standard & Poor's nicht. „Die Schuldenprobleme sind nicht neu, und der Anteil ist mit 5,6 Prozent der Kapitalanlagen nicht sehr groß. Zudem haben wir Anleihen von soliden Unternehmen des Landes“, sagte Schneider. Deutlich erhöht habe der Konzern seine Positionen in den Niederlanden, Finnland, Osteuropa, Skandinavien, der Schweiz, Australien, Asien und vor allem Brasilien. „Das tun wir aber nicht nur, weil wir die Regionen attraktiv finden, sondern auch, weil wir dort unser Geschäft ausbauen. Wenn wir dort Prämieneinnahmen bekommen, wollen wir sie auch da anlegen.“ Dies mache das Geschäft weniger anfällig für Währungsschwankungen, da die Einnahmen und die Verpflichtungen für Schadensfälle dann in derselben Währung seien.

Die Ende Juni von 3,5 auf zwei Prozent gesenkte Aktienquote könnte die Münchener Rück laut Schneider in absehbarer Zeit wieder erhöhen. „Die Zeit könnte bald günstig dafür sein, die Quote wieder hochzufahren“, sagte der Finanzchef.

 

 

Von

rtr

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