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06.07.2011

11:48 Uhr

Prognose

Kaum mehr Insolvenzen durch Ehec-Krise

Das tödliche Bakterium richtet weniger Schaden als zunächst gedacht - zumindest finanziell. Die Kreditversicherer winken ab: Pleiten in der Landwirtschaft stehen nicht an.

Elektronenmikroskopische Aufnahme von EHEC-Bakterien: Eine Pleitewelle in der Landwirtschaft ist nicht absehbar. Quelle: dpa

Elektronenmikroskopische Aufnahme von EHEC-Bakterien: Eine Pleitewelle in der Landwirtschaft ist nicht absehbar.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Ehec-Krise sind womöglich weniger dramatisch als zunächst befürchtet. Der Kreditversicherer Atradius sieht derzeit keine Insolvenzgefahr für Betriebe aus der Landwirtschaft und dem Obst- und Gemüsehandel. Das Hilfspaket der Europäischen Union über 210 Millionen Euro scheine ausreichend zu sein, um die betroffenen Landwirte für den Umsatzausfall zu entschädigen.

„Die Gefahr von gravierenden Zahlungsschwierigkeiten oder gar Insolvenzen im Bereich der Landwirtschaft stufen wir momentan mit Ausnahme von wenigen Einzelfällen als niedrig ein“, sagt Michael Karrenberg, der Risikomanagement-Leiter bei dem Kölner Kreditversicherer.

Großhändler hätten durch eine Umstellung ihres Sortiments Umsatzeinbußen schnell kompensieren können, heißt es in der Pressemitteilung. Bei Einzelhändlern sei dies ähnlich, wobei hier vereinzelt stärkere Folgen zu spüren waren. Am ärgsten betroffen seien die Obst- und Gemüsebauern, denen aber schnelle Hilfe von der EU zugesagt wurde.

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