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09.06.2016

17:12 Uhr

Provinzial Nordwest und Rheinland

Fusion bleibt weiter im Gespräch

Vor drei Jahren scheiterte die Fusion zwischen den beiden Provinzial-Versicherungen Nordwest und Rheinland. Nun versichert Nordwest-Chef Wolfgang Breuer: „Das Thema wird nicht vom Radar verschwinden.“

Unter dem Druck niedriger Zinsen wurden im Sparkassen-Lager zuletzt Forderungen nach Zusammenschlüssen öffentlicher Versicherer laut. dpa

Provinzial Nordwest

Unter dem Druck niedriger Zinsen wurden im Sparkassen-Lager zuletzt Forderungen nach Zusammenschlüssen öffentlicher Versicherer laut.

MünsterKnapp drei Jahre nach dem gescheiterten Anlauf zu einer Fusion der Versicherungen Provinzial Nordwest aus Münster und Provinzial Rheinland aus Düsseldorf sind Zusammenschlüsse laut dem westfälischen Konzern weiter aktuell. „Das Thema wird nicht vom Radar verschwinden“, sagte Provinzial-Nordwest-Chef Wolfgang Breuer am Donnerstag bei der Bilanzvorlage. Ob es derzeit konkrete Gespräche gibt, ließ er offen. „Das ist Thema der Eigentümer.“ Sie würden die Provinzial bei einer weiteren Entwicklung in diese Richtung informieren, und die Versicherung werde darauf professionell reagieren. „Wir sind da sehr entspannt.“ Ein Haupteigner des öffentlichen Versicherers ist der Sparkassen-Verband Westfalen-Lippe (SVWL). Unter dem Druck niedriger Zinsen waren im Sparkassen-Lager zuletzt Forderungen nach Zusammenschlüssen öffentlicher Versicherer laut geworden.

Die „SZ“ hatte unlängst berichtet, derzeit werde ein Zusammenschluss der SV Sparkassenversicherung in Stuttgart, der Provinzial Nordwest und der Provinzial Rheinland geprüft. Der SVWL bekräftigte am Donnerstag gegenüber Reuters erneut, es gebe derzeit keine Gespräche. Ein erster Fusionsanlauf der Provinzial-Schwestern war 2013 unter anderem am Streit mit dem zweiten Haupteigner der Provinzial Nordwest, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), über die Rechtsform des fusionierten Konzerns gescheitert. Hinter dem LWL stehen 18 Kreise und neun Städte im Osten Nordrhein-Westfalens.

Die größten Versicherer Europas (Beitragseinnahmen 2014)

Platz 10

Mapfre (Spanien)
Beitragseinnahmen 2014: 22,4 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: plus 2,6 Prozent
Quelle für alle Angaben: Übersicht von Mapfre.

Platz 9

Aviva (Großbritannien)
Beitragseinnahmen 2014: 27 Milliarden Euro
Rückgang gg. Vorjahr: plus 4,1 Prozent

Platz 8

Talanx (Deutschland)
Beitragseinnahmen 2014: 29 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: plus 3,0 Prozent

Platz 7

Crédit Agricole Assurances (Frankreich)
Beitragseinnahmen 2014: 29,4 Milliarden Euro
Rückgang gg. Vorjahr: plus 14,3 Prozent

Platz 6

CNP Assurances (Frankreich)
Beitragseinnahmen 2014: 30,5 Milliarden Euro
Rückgang gg. Vorjahr: plus 11,4 Prozent

Platz 5

Zurich (Schweiz)
Beitragseinnahmen 2014: 39,5 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: plus 1,1 Prozent

Platz 4

Prudential (Großbritannien)
Beitragseinnahmen 2014: 40,9 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: plus 14 Prozent

Platz 3

Generali (Italien)
Beitragseinnahmen 2014: 70,4 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: plus 6,9 Prozent

Platz 2

Allianz (Deutschland)
Beitragseinnahmen 2014: 73,9 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: plus 2,5 Prozent

Platz 1

Axa (Frankreich)
Beitragseinnahmen 2014: 86,3 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: plus 0,9 Prozent

Von

rtr

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