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11.07.2015

13:26 Uhr

Rabatt für gesunde Lebensführung

Generali hält an geplanter Fitness-App fest

Preisnachlass für einen gesunden Lebensstil? Die Versicherungsgruppe Generali will trotz Protesten an verhaltensbasierten Versicherungsmodellen festhalten: Wer sich per Smartphone-App überwachen lässt, bekommt Rabatt.

Weil Generali für seine verhaltensbasierten Tarife Kunden per Smartphone überwachen will, schlagen Datenschützer Alarm. dpa

Datenschutz

Weil Generali für seine verhaltensbasierten Tarife Kunden per Smartphone überwachen will, schlagen Datenschützer Alarm.

MünchenTrotz scharfer Kritik von Daten- und Verbraucherschützern hält die Versicherungsgruppe Generali an ihren Plänen fest, Krankenversicherte durch spezielle Handy-Programme zu überwachen und ihnen als Belohnung für eine gesunde Lebensführung Rabatte zu gewähren. „Wir gehen davon aus, dass wir im ersten Halbjahr 2016 mit ersten Produkten auf den Markt kommen“, sagte eine Sprecherin der Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“. Im Geschäftsbericht für 2014 hatte Generali noch einen Start für Ende 2015 angepeilt.

Generali hatte im vergangenen November angekündigt, für Deutschland ein „verhaltensbasiertes Versicherungsmodell“ zu planen, bei dem Daten zu Fitness, Ernährung und Lebensstil über eine spezielle Smartphone-App gesammelt werden. Die Versicherungsgruppe löste damit einen Proteststurm aus. Kritiker sorgen sich unter anderem um den Datenschutz.

Diese Krankenkassen haben Mitglieder hinzugewonnen

Platz 10

Debeka BKK - Mitgliederzugewinn (Januar bis Juli): 7244 (15,25 Prozent der Mitglieder)

Platz 9

AOK Plus - Mitgliederzugewinn (Januar bis Juli): 7634 (0,34 Prozent der Mitglieder)

Platz 8

AOK Rheinland/Hamburg - Mitgliederzugewinn (Januar bis Juli): 7956 (0,40 Prozent der Mitglieder)

Platz 7

AOK Niedersachsen - Mitgliederzugewinn (Januar bis Juli): 8899 (0,51 Prozent der Mitglieder)

Platz 6

AOK Hessen - Mitgliederzugewinn (Januar bis Juli): 9094 (0,83 Prozent der Mitglieder)

Platz 5

IKK Classic - Mitgliederzugewinn (Januar bis Juli): 9265 (0,36 Prozent der Mitglieder)

Platz 4

BKK Mobil Oil - Mitgliederzugewinn (Januar bis Juli): 15.699 (2,28 Prozent der Mitglieder)

Platz 3

AOK Baden-Württemberg - Mitgliederzugewinn (Januar bis Juli): 29.322 (1,01 Prozent der Mitglieder)

Platz 2

AOK Bayern - Mitgliederzugewinn (Januar bis Juli): 31.988 (0,98 Prozent der Mitglieder)

Platz 1

Techniker Krankenkasse - Mitgliederzugewinn (Januar bis Juli): 192.403 (3,04 Prozent der Mitglieder)

Die Konzernsprecherin bekräftigte nun, Datenschutz und Transparenz hätten „höchste Priorität“. Doch solle die öffentliche Diskussion „nicht nur risiko-, sondern auch chancenorientiert geführt werden“.

Der private Krankenversicherer Allianz hatte vergangene Woche die Einführung einer Fitness-App abgelehnt. „So verlockend das für manchen klingen mag, so falsch ist der Ansatz“, schrieb die Chefin der Allianz-Krankenversicherung, Birgit König, in einem Beitrag für die „Wirtschaftswoche“. Sie kritisierte auch die damit verbundene Datenerhebung von den Kunden als unverhältnismäßig.

Von

afp

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