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03.07.2014

07:39 Uhr

Rückversicherer

Swiss Re auf Kurs bei Finanzzielen

Der zweitgrößte Rückversicherer der Welt hat sich zwischen 2011 und 2015 ehrgeizige Ziele gesetzt. Trotz einigen Katastrophen sieht sich Swiss Re auf Kurs – und überlegt bereits neue Ziele.

Der Rückversicherer Swiss Re konnte im vergangenen Quartal zulegen. dpa

Der Rückversicherer Swiss Re konnte im vergangenen Quartal zulegen.

ZürichDer Schweizer Rückversicherer Swiss Re sieht sich auf Kurs zu seinen Finanzzielen. „Im Zentrum unserer Ambitionen steht das Erreichen der Finanzziele, die wir uns für den Zeitraum 2011 bis 2015 gesetzt haben“, erklärte Konzernchef Michel Lies am Donnerstag vor einer Investorenveranstaltung in London. „Wir sind auf Kurs.“

Die Nummer zwei der Branche strebt im Schnitt einen Gewinnanstieg je Aktie von zehn Prozent an. Die Eigenkapitalverzinsung soll 700 Basispunkte über dem risikofreien Zinssatz liegt. Neue Finanzziele will Swiss Re im kommenden Februar bekanntgeben. Der Konzern strebe weiterhin überdurchschnittliche Ergebnisse im operativen Geschäft an, erklärte Lies.

Bilanz 2013: Naturkatastrophen richten Millionenschäden an

Weniger Schäden...

Die durch Naturkatastrophen, Unglücke und Unfälle verursachten Kosten sind 2013 nach Angaben des Rückversicherers Swiss Re wieder gesunken. Der wirtschaftliche Gesamtschaden lag nach einer vorläufigen Studie bei 130 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Drittel weniger als 2012, dem drittteuersten Schadensjahr in der Geschichte. Versichert waren allerdings nur 44 Milliarden Dollar.

... aber mehr Tote

Die Zahl der Todesopfer durch Katastrophen stieg 2013 allerdings deutlich: Die Katastrophen forderten insgesamt etwa 25.000 Menschenleben, im Vorjahr waren es rund 14.000. Vor allem der Taifun Haiyan auf den Philippinen kostete viele Menschenleben.

Überflutungen in Europa...

Mehrere Überflutungen verursachten hohe Schäden. Die Überschwemmungen in weiten Teilen Zentral- und Osteuropas im Juni etwa schlugen mit 18 Milliarden Dollar zu Buche, wovon die Versicherungsbranche 4 Milliarden Dollar trug. Nach Einschätzung der Swiss Re handelt es sich um die teuerste Katastrophe des Jahres 2013.

... und im Rest der Welt

Auch in der kanadischen Provinz Alberta traten Wasser über die Ufer und verursachten 2 Milliarden Dollar Versicherungsschäden – Platz 3 in der Swiss-Re-Statistik. Auch in Australien, Indien, China, Indonesien, im südlichen Afrika und in Argentinien kam es 2013 zu schweren Regenfällen und Überflutungen.

Hagel und Stürme in Europa

Diverse Stürme richteten in Europa schwere Schäden an. So fegte der Hagelsturm Andreas im Juli über Deutschland und Frankreich hinweg, die versicherten Schäden beziffert die Swiss Re auf 3,8 Milliarden Dollar – die zweitteuerste Katastrophe des Jahres. Sturmtief Christian richtete in Zentral- und Nordeuropa Versicherungsschäden von mehr als 2,7 Milliarden Dollar an (1,4 Milliarden Dollar Versicherungsschaden). Auch der Anfang Dezember tobende Orkan Xaver war teuer: mehr als 1,4 Milliarde Dollar versicherte Schäden.

Milde Hurrikan-Saison

Die Hurrikan-Saison in den USA fiel 2013 vergleichsweise mild aus, dafür kann es im Frühling und Herbst zu schweren Gewittern und Tornados. Die Schäden summieren sich auf mehrere Milliarden Dollar.

Von

rtr

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