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05.05.2011

07:49 Uhr

Rückversicherer

Swiss Re schreibt Verluste

Katastrophen gab es im ersten Quartal viel zu viele. Das gilt auch für Swiss Re. Der zweitgrößte Rückversicherer der Welt ist im ersten Quartal tief in die Verlustzone geraten.

Das Erdbeben und der Tsunami in Japan haben die Swiss Re belastet. Quelle: dpa

Das Erdbeben und der Tsunami in Japan haben die Swiss Re belastet.

ZürichDie Swiss Re meldet für das erste Quartal 665 Millionen Dollar Verlust. Im Vorjahreszeitraum hatte der Schweizer Konzern noch einen Gewinn von 158 Millionen Dollar erzielt. Als Grund gab der zweitgrößte Spezialist für Großrisiken hohe Schäden bei Naturkatastrophen an. Die Verhandlungen über neue Verträge im April 2011 seien dagegen erfolgreich verlaufen.

Konzernchef Stefan Lippe sagte, Swiss Re zeichne weiter diszipliniert neue Verträge. In der Sparte Schaden- und Unfallversicherung (Property & Casualty) sei das Vertragsbuch seit Jahresanfang um rund 13 Prozent gesteigert worden. Die von Swiss Re vereinbarten Preise hätten sich dabei besser als generell im Markt entwickelt. Das Eigenkapital, ein wichtiger Indikator für die Stärke eines Rückversicherers, sank leicht auf 24,4 Milliarden Dollar. Die Eigenkapitalrendite auf Jahresbasis fiel von 2,7 Prozent im ersten Quartal 2010 auf minus 10,7 Prozent im Quartal 2011.

Das erste Quartal 2011 sei eine Bewährungsprobe für die Versicherungs- und Rückversicherungsindustrie gewesen, erklärte Swiss Re weiter. Die Häufung von Naturkatastrophen lege nahe, dass 2011 ein Jahr mit historisch hoher Schadenlast werden könne. Swiss Re sei dennoch in einer guten Position, große und komplexe Risiken zu zeichnen. Die globale Streuung des Geschäfts sei ausschlaggebend für die Widerstandsfähigkeit des Konzerns.

Auch Branchenführer Munich Re hatte wegen der Naturkatastrophen in Japan, Australien und Neuseeland einen Verlust im ersten Quartal angekündigt. Die Münchener legen ihre Zahlen in der nächsten Woche vor.

Lippe erklärte weiter: „Wir halten an unseren Fünfjahreszielen fest und setzen alles daran, unsere strategischen Pläne erfolgreich umzusetzen. Die Naturkatastrophen im ersten Quartal stellen eine zusätzliche Herausforderung dar; sie werden zugleich aber auch die Trendwende im Markt, die wir für 2012/2013 erwartet haben, beschleunigen.“

Von

rtr

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