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11.06.2014

14:27 Uhr

Rückversicherer

Swiss Re übernimmt Pensionsgeschäft von HSBC

HSBC will sich künftig auf das Kerngeschäft konzentrieren – da greift Swiss Re zu. Der Rückversicherer übernimmt das Pensionsgeschäft der britischen Großbank. Die Aktien der Unternehmen zeigen sich nicht erfreut.

Das Logo von Swiss Re in Zürich: HSBC Life überträgt 400.000 Einzel- und Gruppen-Pensionsverträge an die Swiss-Re-Gesellschaft Admin Re. ap

Das Logo von Swiss Re in Zürich: HSBC Life überträgt 400.000 Einzel- und Gruppen-Pensionsverträge an die Swiss-Re-Gesellschaft Admin Re.

London/ZürichDer Schweizer Rückversicherer Swiss Re übernimmt das Pensionsgeschäft der britischen Großbank HSBC. Die HSBC-Versicherungstochter HSBC Life überträgt 400.000 Einzel- und Gruppen-Pensionsverträge an die Swiss-Re-Gesellschaft Admin Re, wie die beiden Konzerne am Mittwoch mitteilten. In die Transaktion eingeschlossen sind Vermögenswerte, sogenannte Unit-Linked Assets, von rund 4,2 Milliarden Pfund (5,2 Milliarden Euro), die weiterhin von HSBC Global Asset Management verwaltet werden sollen. Weitere finanzielle Einzelheiten teilten die Konzerne nicht mit.

Admin Re ist eine Sparte des Schweizer Konzerns, die darauf spezialisiert ist, bestehende Versicherungsgeschäfte zu übernehmen und zu verwalten bis die entsprechenden Verträge ausgelaufen sind. Admin Re fließen die Prämien zu und die Gesellschaft übernimmt die mit solchen Versicherungen verbundenen Langlebigkeitsrisiken - also dass Risiko, dass die Versicherten älter werden als vom Versicherer kalkuliert. Admin Re hat bereits rund 50 solcher Vertragspakete übernommen. Die Schweizer setzen darauf, dass sie aufgrund des Mengeneffektes kostengünstiger arbeiten können.

Bilanz 2013: Naturkatastrophen richten Millionenschäden an

Weniger Schäden...

Die durch Naturkatastrophen, Unglücke und Unfälle verursachten Kosten sind 2013 nach Angaben des Rückversicherers Swiss Re wieder gesunken. Der wirtschaftliche Gesamtschaden lag nach einer vorläufigen Studie bei 130 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Drittel weniger als 2012, dem drittteuersten Schadensjahr in der Geschichte. Versichert waren allerdings nur 44 Milliarden Dollar.

... aber mehr Tote

Die Zahl der Todesopfer durch Katastrophen stieg 2013 allerdings deutlich: Die Katastrophen forderten insgesamt etwa 25.000 Menschenleben, im Vorjahr waren es rund 14.000. Vor allem der Taifun Haiyan auf den Philippinen kostete viele Menschenleben.

Überflutungen in Europa...

Mehrere Überflutungen verursachten hohe Schäden. Die Überschwemmungen in weiten Teilen Zentral- und Osteuropas im Juni etwa schlugen mit 18 Milliarden Dollar zu Buche, wovon die Versicherungsbranche 4 Milliarden Dollar trug. Nach Einschätzung der Swiss Re handelt es sich um die teuerste Katastrophe des Jahres 2013.

... und im Rest der Welt

Auch in der kanadischen Provinz Alberta traten Wasser über die Ufer und verursachten 2 Milliarden Dollar Versicherungsschäden – Platz 3 in der Swiss-Re-Statistik. Auch in Australien, Indien, China, Indonesien, im südlichen Afrika und in Argentinien kam es 2013 zu schweren Regenfällen und Überflutungen.

Hagel und Stürme in Europa

Diverse Stürme richteten in Europa schwere Schäden an. So fegte der Hagelsturm Andreas im Juli über Deutschland und Frankreich hinweg, die versicherten Schäden beziffert die Swiss Re auf 3,8 Milliarden Dollar – die zweitteuerste Katastrophe des Jahres. Sturmtief Christian richtete in Zentral- und Nordeuropa Versicherungsschäden von mehr als 2,7 Milliarden Dollar an (1,4 Milliarden Dollar Versicherungsschaden). Auch der Anfang Dezember tobende Orkan Xaver war teuer: mehr als 1,4 Milliarde Dollar versicherte Schäden.

Milde Hurrikan-Saison

Die Hurrikan-Saison in den USA fiel 2013 vergleichsweise mild aus, dafür kann es im Frühling und Herbst zu schweren Gewittern und Tornados. Die Schäden summieren sich auf mehrere Milliarden Dollar.

Die britische Großbank will sich auf das Kerngeschäft konzentrieren und so auch ihre Kosten senken. Die Transaktion, die noch von den zuständigen Behörden genehmigt werden muss, soll in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres abgeschlossen sein.

Die Aktien von HSBC und Swiss Re gaben an den leicht schwächeren Börsen von London und Zürich leicht nach.

Von

rtr

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