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02.08.2013

00:36 Uhr

Schulden beim Staat beglichen

US-Versicherer AIG zahlt wieder Dividende

Mit der teuersten Rettungsaktion aller Zeiten ist der US-Versicherer AIG in die Geschichte eingegangen. Inzwischen hat er seine Schulden beim Steuerzahler abgestottert - und überrascht mit einer guten Quartalsbilanz.

Mit seinen Quartalszahlen und einer Ankündigung erfreute AIG die Börsianer - nach Börsenschluss. Reuters

Mit seinen Quartalszahlen und einer Ankündigung erfreute AIG die Börsianer - nach Börsenschluss.

New YorkDer vom Steuerzahler gerettete US-Versicherer AIG geht zur Normalität über. Erstmals seit dem Ausbruch der Finanzkrise zahlt das Unternehmen wieder eine Dividende und hat zudem einen Aktienrückkauf angekündigt. „Die Wende von AIG zum Besseren ist bemerkenswert“, erklärte Verwaltungsratschef Robert Miller am Donnerstag in New York.

Der ehemalige Weltmarktführer verdiente im vergangenen Quartal nach Angaben vom Donnerstag mit netto 2,73 Milliarden deutlich mehr als Branchenexperten ihm zugetraut hatten - gegenüber dem Vorjahr war das ein Gewinnanstieg von 17 Prozent. Dazu trugen sowohl die Sach- und Unfallversicherunge als auch die Lebens- und Rentenversicherungen bei.

Fehlspekulationen auf dem US-Häusermarkt hatten AIG in der Finanzkrise an den Rand des Ruins gebracht, zahllose Derivate-Wetten wurden dem Unternehmen fast zum Verhängnis. Der Staat sprang mit einem Rettungspaket über 182 Milliarden Dollar ein. Es war die teuerste Rettungsaktion jener Zeit.

AIG hat seine Schuld beim Steuerzahler mittlerweile beglichen. Nun fließen 10 Cent Dividende pro Anteilsschein; zudem sollen Aktien im Wert von bis zu 1 Milliarde Dollar zurückgekauft werden.

Börsianer reagierten entzückt auf die Bilanz und die Dividendenpläne: Die Aktie kletterte nachbörslich etwa sechs Prozent. Analysten zeigten sich besonders erfreut darüber, dass die Börsenaufsicht die Pläne zur Kapitalausschüttung unabhängig von dem bevorstehenden Verkauf der Flugzeug-Leasing-Tochter ILFC genehmigte. "Das schafft eine Menge Vertrauen in die Kapitalausstattung", erklärte Charles Sebaski von BMO Capital Markets.

AIG wird von den US-Aufsichtsbehörden als systemrelevanter Finanzkonzern eingestuft.

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