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08.06.2012

11:10 Uhr

Sex-Skandal

Fondsmanager kündigt Milliardenklage gegen Ergo an

Clemens Vedder macht ernst: Der Fondsmanager hat angekündigt, den Versicherungskonzern Ergo wegen Rufschädigung auf eine Milliarde Euro zu verklagen. Die Folgen des Sexskandals könnten schlimmer ausfallen als erwartet.

Clemens J. Vedder hat als Investor große Räder gedreht. Nun feiert er viele Erfolge als Mediator - auch in Sachen Cum-Ex. picture alliance

Clemens J. Vedder hat als Investor große Räder gedreht. Nun feiert er viele Erfolge als Mediator - auch in Sachen Cum-Ex.

DüsseldorfDer Ergo droht wegen der Lustreise von Versicherungsvertretern nach Budapest neuer Ärger. Fondsverwalter Clemens Vedder werde die Münchener-Rück -Tochter wegen Rufschädigung auf rund eine Milliarde Euro Schadensersatz verklagen, teilte Vedders Goldsmith Group am Freitag mit. Die Ergo hatte Vedder und zwei anderen Managern vorgeworfen, sie im Zusammenhang mit der Sex-Affäre erpresst zu haben.

Die entsprechenden Ermittlungsverfahren habe die Staatsanwaltschaft Düsseldorf jedoch eingestellt, "weil kein hinreichender Tatverdacht bestand", sagte Staatsanwalt Ralf Herrenbrück. Vedder, der bereits zuvor mit einer Schadenersatzklage geliebäugelt hatte, sieht sich dadurch bestätigt. "Damit ist das durchsichtige Ablenkungsmanöver der Verantwortlichen bei Ergo und Münchner Rück gescheitert", teilte Goldsmith mit.

Die Schadenersatzklage in einer Größenordnung von circa einer Milliarde Euro wegen Rufschädigung werde nach eingehender Prüfung der Ermittlungsakten weiter verfolgt werden. Einen Zeitplan für die Klageeinreichung gebe es noch nicht. Ein Ergo-Sprecher erklärte, der Versicherer habe bisher keine Informationen von der Staatsanwaltschaft Düsseldorf erhalten und wolle sich deshalb nicht weiter zum Thema äußern.

Die Ergo hatte in der Strafanzeige erklärt, ehemalige Versicherungsvertreter hätten überhöhte Abfindungsforderungen gestellt und andernfalls Presseveröffentlichungen in Aussicht gestellt. Im Mai 2011 war dann bekanntgeworden, dass Handelsvertreter der Vertriebsorganisation Hamburg-Mannheimer 2007 eine Sex-Party in Budapest gefeiert hatten. Dann wurde publik, dass der Versicherer seinen Kunden bei Riester-Verträgen zu hohe Kosten berechnet hatte.

Von

rtr

Kommentare (2)

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plapperhero

08.06.2012, 14:25 Uhr

nur ne milliarde,darfs nicht noch ein bischen mehr sein...

da muß er sich schon den anwalt gerhard schröder nehmen der kanns sicher in moskau richten lassen ,sonst wird das nichts

ansonsten das übliche ballyhoo

auch das MANDELSBLATT weiß nichts genaues

wahrheitsfindung

09.06.2012, 12:25 Uhr

Vedder geht es wohl kaum ums Geld - davon hat der genug..
Den stinkt ganz einfach die Mutter- Mauschel & Tochter Company an. Und er lässt sich nicht von denen nicht den Mund verbieten und kriminalisieren.
Um die Mauschelcompany aufzubrechen, braucht er auch keine abgehalfterten "Russenkontakte",sondern nur ein gutes Gespräche mit Warren Buffet - der hält immerhin ein Grosspaket Aktien an der MüRü.Glaube kaum, dass der derartige Geschäftspraktiken toleriert.........
Und im ÜBRIGEN berichten Spiegel, Süddeutsche, Manager- Magazin etc. auch über den Fall. Offenbar weiss man doch Genaueres...und wird wohl demnächst noch viel mehr Genaueres hören!

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