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12.12.2011

08:34 Uhr

Stefan Lippe

Swiss-Re-Chef zieht sich überraschend zurück

Überraschend muss sich Swiss Re einen neuen Konzernchef suchen. Stefan Lippe wird im Laufe des kommenden Jahres zurücktreten. Lippe geht mit 56 Jahren in den Ruhestand - eine Begründung dafür nennt der Deutsche nicht.

Stefan Lippe geht in den Ruhestand. Foto: Swiss Re

Stefan Lippe geht in den Ruhestand. Foto: Swiss Re

ZürichDer Schweizer Rückversicherungskonzern Swiss Re verliert überraschend seinen Konzernchef. Stefan Lippe werde im Laufe des Jahres 2012 zurücktreten, wie Swiss Re am Montag mitteilte. Lippe gehe vorzeitig in den Ruhestand. Er habe das Unternehmen seit 2009 „durch eine anspruchsvolle Zeit geführt“. Ein Nachfolger des 56-Jährigen Deutschen soll rasch bestimmt werden.

Lippe hat fast 30 Jahre für die Nummer zwei der Branche nach der Münchener Rück gearbeitet und war seit 2009 deren Vorstandschef. Er war maßgeblich für die Neuausrichtung des Geschäfts verantwortlich. Lippe erklärte, er habe seinen Rücktritt früh angekündigt, um einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen. „Nachdem der Turnaround nun geschafft ist, beginnt für Swiss Re mit ihrer neuen Struktur und überarbeiteten Strategie auch eine neue Ära“, sagte der scheidende Vorstandschef. Einen Grund für seinen frühen Ruhestand nannte er nicht.

Die Swiss Re war von der Finanzkrise schwer getroffen. Die Rückversicherung hatte sich mit hochriskanten Wertpapieren verspekuliert und war 2008 tief in die roten Zahlen gerutscht, woraufhin der legendäre US-Investor Warren Buffett dem Konzern unter die Arme greifen musste. Lippes Vorgänger Jacques Airgrain musste gehen, ebenso der damalige Verwaltungsratspräsident Peter Forstmoser.

Zuletzt hatte Swiss Re dank der europäischen Schuldenkrise einen kräftigen Gewinnsprung hingelegt. Der Überschuss legte im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 618 Millionen US-Dollar auf gut 1,3 Milliarden Dollar (948 Millionen Euro) zu. Dazu hätten die sinkenden Zinsen in der Eurozone den Löwenanteil beigetragen.

Kommentare (1)

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gdopamin

12.12.2011, 09:35 Uhr

Mit 56 ist man doch im besten Manageralter. Normalerweise wechselt man da noch mal in eine höher dotierte Position und nicht in den Ruhestand.

Es sei denn, man weiß was kommt.

Ein Schelm wer böses dabei denkt...J

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