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21.10.2012

21:10 Uhr

Steigende Preise

Allianz-Vorstand warnt vor einer Immobilienblase

Die steigenden Preise auf dem Immobilienmarkt sieht Maximilian Zimmerer mit Sorge. Es könne zu einer Blase kommen, so der neue Finanzchef der Allianz. Und diese wäre wohl von den Privatanlegern getrieben.

Maximilian Zimmerer  ist der neue Kapitalmarktvorstand der Allianz. Reuters

Maximilian Zimmerer ist der neue Kapitalmarktvorstand der Allianz.

Frankfurt/MünchenDie Flucht der Anleger in vermeintlich sichere Sachwerte droht sich nach Einschätzung des Versicherungskonzerns Allianz zu einer Immobilienblase in Deutschland auszuwachsen. "Ich fürchte, es könnte zu einer Blase kommen", sagte der neue Kapitalmarktvorstand Maximilian Zimmerer der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe) laut einer Vorabmeldung.

"Die Blase wäre nicht von Großanlegern getrieben, sondern eher von Privatanlegern, die Inflation und einen Kollaps des Euro fürchten und in Sachwerte flüchten." Die Immobilienpreise sind vor allem in den Großstädten in den vergangenen Jahren stark gestiegen - auch infolge niedriger Hypothekenzinsen.

Zimmerer verwies auf Gefahren durch die Anti-Krisen-Politik der Notenbanken in Europa und USA, die die Finanzmärkte mit billigem Geld überfluten. "Niedrige Zinsen führen auf Dauer immer zu einer Fehlsteuerung von Investments. Das haben die Immobilienblasen in den USA, Spanien oder Irland gezeigt", erläuterte Zimmerer, der bei der Allianz im Juni auf Paul Achleitner folgte. Dieser war als Aufsichtsratschef zur Deutschen Bank gewechselt.

In der Euro-Krise sei Europa auf dem Weg der Besserung, sagte Zimmerer. Es gebe beachtliche Strukturreformen und Sparprogramme, nun brauche es Zeit, bis diese Maßnahmen ihre volle Wirkung entfalten. "Fundamental zum Beispiel muss man sich um Spanien und Italien keine Sorgen machen." Der Manager plädierte im Streit um die Haltung gegenüber Griechenland für ein Entgegenkommen. Das Land brauche mehr Zeit, bis die Wirtschaft wieder wachse.

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

21.10.2012, 21:43 Uhr

Was für ne Blase? Deutsche Immobilien bewegen sich allmählich aus einer fast 20jährigen Flaute heraus. Hier im Kölner Speckgürtel wurde jahrelang darüber gejammert, dass man sein Haus nur mit herbem Verlust verkaufen könne. Jetzt endlich wendet sich das Blatt.

Roothom

21.10.2012, 21:57 Uhr

Allianz machjt sich sorgen um steigende immobilienpreise. verstaendlich, denn sie brauchen ja diesen markt als anlagealternative - da sind hohe preise natuerlich nicht so toll. ansonsten schliesse ich mich liquibob an - die immobilienpreise in dt. insbesondere auch in berlin, sind jahrelang unten geblieben und holen nun endlich einen teil der normalen entwicklungen nach. hier von blase zu reden, ist voellig verfehlt. immobilien in dt sind immer noch sehr billig im vergleich und die preise durchj die mieten und die steigende nachfrage am mietmarkt sehr voll fundamental begründet. einige ausreisser wird es immer geben, aber das gehoert halt dazu.

Account gelöscht!

22.10.2012, 05:36 Uhr

Jaja, an meine Vorredner: Immobilien sind noch billig, sagte man auch in Spanien. Und es ist nebenbei völlig normal, dass Immoblilien an Wert verlieren, wenn die Bevölkerung abnimmt und die potentiellen verbliebenen Mieter über Jahre Reallohneinbußen hinnehmen mussten und müssen. Hat sich daran etwas geändert? Nein! Also ist es eine Blase. Wenn plötzlich etwas im Preis steigt, ohne dass sich die Parameter verändert hätten, dann ist das eine Blase. Und diese Blase ist getrieben von ausländischem Flüchtlingskapital (darf ich daran erinnern, dass unser Finanzminister für neue Schulden Zinsen zahlen muss, die teils unterhalb der Inflation liegen?). Was denkt ihr passiert mit den Investitionsgütern, wenn das Kapital wieder abwandert? Fazit: Ja, es ist eine Blase.

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