Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.05.2011

07:41 Uhr

Swiss Life

Finanzvertrieb AWD verdient weniger

VonThomas Schmitt

Deutschlands zweitgrößter Finanzvertrieb AWD muss einen Gewinnrückgang hinnehmen. Auf dem deutschen Markt sieht es allerdings besser aus.

Das Straßenschild "Am AWD-Platz 1" steht vor der Zentrale des Finanzdienstleisters AWD in Hannover. Quelle: dpa

Das Straßenschild "Am AWD-Platz 1" steht vor der Zentrale des Finanzdienstleisters AWD in Hannover.

Der zweitgrößte deutsche Finanzvertrieb hat weniger verdient. Im ersten Quartal 2011 habe AWD einen Betriebsgewinn (EBIT) von 9,5 Millionen Euro erzielt, teilte die Muttergesellschaft Swiss Life mit. Dies entspreche gegenüber dem Vorjahreszeitraum einem Rückgang von drei Prozent. Der Umsatz, vor allem Provisionen, sei jedoch um ein Prozent auf 135,1 Millionen Euro gestiegen. Die Zahl der Berater sank gegenüber dem 31. Dezember 2010 um zwei Prozent auf 5198.  

Die Region Deutschland sei mit einem Umsatzbeitrag von 64 Prozent das größte Segment der AWD-Gruppe, teilte der Vertrieb aus Hannover ergänzend mit. Im Berichtszeitraum erzielten die vier Gesellschaften (AWD Deutschland, Horbach, Tecis und Proventus) insgesamt einen Umsatz von 86 Millionen Euro. Das seien 2,4 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Aufgrund der leichten Umsatzverbesserung und des Sparkurses habe die Region Deutschland einen erheblichen Beitrag zum Gesamtergebnis der AWD-Gruppe geleistet. So stieg der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern um 3,4 Millionen Euro auf 11,8 Millionen Euro.  

Der Versicherer Swiss Life berichtete gleichzeitig von weiteren operativen Fortschritten. Die Gruppe habe ihre Ausrichtung auf profitables Wachstum und stetige operative Verbesserungen konsequent fortgeführt. Die Prämieneinnahmen fielen jedoch um zehn Prozent auf 6,8 Milliarden Schweizer Franken. Bruno Pfister, Präsident der Konzernleitung von Swiss Life, zeigte sich zufrieden: „Insbesondere in für uns strategisch wichtigen Marktsegmenten – so zum Beispiel im Kranken- und im fondsgebundenen Vorsorgegeschäft in Frankreich, bei den Risikoversicherungen in Deutschland und im Kollektivlebengeschäft in der Schweiz – konnten wir überproportional wachsen.“    

In Frankreich sanken die Prämieneinnahmen des Versicherers dabei um zwei Prozent 1,190 Milliarden Franken, was aber vor dem Hintergrund des stark rückläufigen Lebensversicherungsmarktes ein gutes Resultat darstelle. In Deutschland verlor Swiss Life vier Prozent der Prämien, das Volumen lag im ersten Quartal bei 469 Millionen Franken. Dieser Rückgang sei auf die angestrebte Reduktion bei den umstrittenen Einmalgeschäften in der Lebensversicherung zurückzuführen.   

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×