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15.09.2015

13:54 Uhr

Swiss Re

Keine Beteiligung an der Übernahmewelle

Die Branchenkonsolidierung in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung geht weiter, aber Swiss Re will sich nicht daran beteiligen. Finanzchef David Cole zweifelt am Potential mancher Zusammenschlüsse.

Rückversicherer wie die Swiss Re profitieren vom Ausbleiben teurer Naturkatastrophen. Reuters

Swiss Re

Rückversicherer wie die Swiss Re profitieren vom Ausbleiben teurer Naturkatastrophen.

MonacoDer Schweizer Rückversicherungskonzern Swiss Re will sich nach den Worten seines Finanzchefs David Cole nicht an der Übernahmewelle in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung beteiligen. „Obwohl wir nicht direkt an der Konsolidierung teilnehmen dürften, werden wir unsere Kunden unterstützen, die sich in der Konsolidierung engagieren, indem wir ihnen helfen, ihre Portfolios auszubalancieren“, sagte Cole zu Reuters in einem Dienstag veröffentlichten Interview.

In der Branche würden hohe Kaufsummen gezahlt, sagten Branchenvertreter beim jährlichen Treffen der Rückversicherer in Monte Carlo. Anfang August hatte die Fiat-Eigentümerfamilie Agnelli den Rückversicherer PartnerRe für 6,9 Milliarden Dollar übernommen, dabei hatte der ebenfalls interessierte Versicherer Axis Capital das Nachsehen. Der chinesische Mischkonzern Fosun International hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass er mit einer Kapitalerhöhung bei Investoren umgerechnet bis zu 1,5 Milliarden Dollar einsammeln will, um sich für Übernahmen und Zusammenschlüsse im Banken- und Versicherungssektor zu wappnen.

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Neue Konkurrenten setzen die Rückversicherer unter Druck. Die Kunden sitzen bei den Vertragsverhandlungen am längeren Hebel und die Preise sinken. Ein Großschaden könnte das ändern.

Cole sagte, manche der jüngsten Zusammenschlüsse könnten sich als „abenteuerlich“ erweisen. Es sei leichter einen Rückversicherer zu kaufen als ihn zu betreiben oder das Geschäft auszubauen.

Von

rtr

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