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08.05.2012

12:56 Uhr

Swiss-Re-Rivale

Munich Re verdient wieder richtig Geld

Vor einem Jahr hatten Naturkatastrophen in Asien der Rückversicherung noch einen herben Verlust eingetragen. Inzwischen sind die Zahlen schwarz, dank steigender Einnahmen verdient die Munich Re wieder gut.

Eine Skulptur vor der Zentrale der Münchner Rückversicherung in München. ap

Eine Skulptur vor der Zentrale der Münchner Rückversicherung in München.

MünchenKaum Großschäden und zugleich freundliche Börsen: Die Munich Re ist mit einem sehr ordentlichen Gewinn ins neue Jahr gestartet, rechnet für die nächsten Quartale aber mit mehr Gegenwind. "Im April kehrte die Nervosität zurück", sagte der Finanzchef des weltgrößten Rückversicherers, Jörg Schneider, am Dienstag. Zwar habe sich das Versicherungsgeschäft im zweiten Quartal bislang ordentlich entwickelt, doch gebe es an den Finanzmärkten wieder mehr dunkle Wolken.

Vor allem Griechenland, das nach der Wahl vom Wochenende unregierbar zu sein scheint, bereite Sorgen. Frankreich werde dagegen auch unter dem neuen Präsidenten Francois Hollande, der die EU-Sparbeschlüsse infrage stellt, nicht an den Realitäten vorbeikommen.

Um nicht zu stark von einzelnen Investments abhängig zu sein, will der Dax-Konzern seine Kapitalanlagen von 212 Milliarden Euro noch breiter streuen. Das Unternehmen musste zudem zuletzt für die starken Tornados in den USA geradestehen und stellt sich auf neue, auch schwere Erdbeben im Großraum Tokio ein. An einem schwachen Börsentag verloren die Aktien der Münchener Rück 1,7 Prozent auf 106 Euro.

Der Überschuss summierte sich von Januar bis März 2012 auf 782 Millionen Euro, nachdem im Jahr zuvor wegen der verheerenden Erdbeben in Japan und Neuseeland ein Verlust von 948 Millionen Euro zu Buche stand. Den etwas kleineren Erzrivalen Swiss Re konnte die Münchener Rück damit nicht übertrumpfen.

Denn während die Bayern im Rahmen der Markterwartungen blieben, konnten die Schweizer mit 1,14 Milliarden Dollar, umgerechnet 875 Millionen Euro, fast doppelt so viel Gewinn einfahren wie Analysten erwartet hatten. Auch die Swiss Re verdiente prächtig an den Kapitalmärkten und arbeitete im Kerngeschäft noch rentabler als die ebenfalls stark verbesserte Münchener Rück.

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