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14.08.2014

09:38 Uhr

Trotz Gewinnrückgang

Talanx sieht sich weiter auf Zielkurs

Weniger Großschäden, aber auch weniger Gewinn: Das Konzernergebnis des Versicherungskonzerns Talanx bleibt hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Die Jahresprognose bleibt aber bestehen.

Fahnen des Versicherungskonzerns Talanx im Mai 2014 am Tagungsort zur Hauptversammlung des Unternehmens in Hannover. dpa

Fahnen des Versicherungskonzerns Talanx im Mai 2014 am Tagungsort zur Hauptversammlung des Unternehmens in Hannover.

FrankfurtBeim Versicherungskonzern Talanx ist der Gewinn trotz geringerer Großschäden zurückgegangen. Das Konzernergebnis sank in den ersten sechs Monaten um sieben Prozent auf 381 Millionen Euro, wie Talanx am Donnerstag in Hannover mitteilte. Grund für das Minus ist vor allem der Verkauf eines Pakets von Swiss-Life-Aktien, das den Gewinn im Vorjahr um 100 Millionen Euro aufgebläht hatte. Das Ergebnis blieb aber auch hinter den Erwartungen der Analysten zurück.

Für das Gesamtjahr sieht sich Talanx-Chef Herbert Haas auf Kurs, wie geplant einen Nettogewinn von mindestens 700 (2013: 762) Millionen Euro zu erreichen. Die Schätzungen von Analysten hatten zuletzt aber deutlich darüber gelegen.

Die größten Versicherer Europas (nach Beitragseinnahmen)

Platz 10

Mapfre (Spanien)
Beitragseinnahmen 2012: 21,6 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 10,1 Prozent
Quelle für alle Angaben: Übersicht von Mapfre.

Platz 9

Crédit Agricole Assurances (Frankreich)
Beitragseinnahmen 2012: 22,5 Milliarden Euro
Rückgang gg. Vorjahr: minus 7 Prozent

Platz 8

CNP Assurances (Frankreich)
Beitragseinnahmen 2012: 26,4 Milliarden Euro
Rückgang gg. Vorjahr: minus 11,8 Prozent

Platz 7

Talanx (Deutschland)
Beitragseinnahmen 2012: 26,7 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 12,6 Prozent

Platz 6

Aviva (Großbritannien)
Beitragseinnahmen 2012: 28 Milliarden Euro
Rückgang gg. Vorjahr: minus 7 Prozent

Platz 5

Prudential (Großbritannien)
Beitragseinnahmen 2012: 36,8 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 24,9 Prozent

Platz 4

Zurich (Schweiz)
Beitragseinnahmen 2012: 39,7 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 16,2 Prozent

Platz 3

Generali (Italien)
Beitragseinnahmen 2012: 69,6 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 0,7 Prozent

Platz 2

Allianz (Deutschland)
Beitragseinnahmen 2012: 72 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 4 Prozent

Platz 1

Axa (Frankreich)
Beitragseinnahmen 2012: 84,6 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 5 Prozent

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Manfred Zimmer

14.08.2014, 17:05 Uhr

Bei diesem Bericht müssen doch die Ohren der Bundestagsabgeordneten, die erst jüngst das Lebensversicherungsreformgesetz auf den Weg brachten, die Scham ins Gesicht schlagen und der Bundespräsident muss retten was noch zu retten ist.

Er muss wegen grobem Unsinn der Abgeordneten bei dieser Nachrichtenlage die Unterschrift unter das Gesetz aus objektiven Gründen verweigern, die Bundesregierung einbestellen und den Bundesfinanzminister fragen, wie er seine Behörde, die BAFin zu überwachen gedenkt.

Es ist unbeschreiblich was hier wieder über Lobbyismus angerichtet wurde. Das hat nichts mehr mit Demokratie sondern mit mafiösen Strukturen zu tun, die lediglich die Ersparnisse der Bürger plündern wollen.

Der Bundespräsident muss jetzt handeln!

Herr Manfred Zimmer

15.08.2014, 11:11 Uhr

Lesen Sie nur einmal die Artikel:

Steigender Gewinn - Munich Re verdient mehr mit Kapitalanlagen
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/versicherungen/steigender-gewinn-munich-re-verdient-mehr-mit-kapitalanlagen/10301878.html

Die Hannover Rück hat ihren Gewinn nach einem starken ersten Quartal nochmal steigern können. Für das Gesamtjahr sehen die Aussichten rosig aus.
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/versicherungen/rueckversicherer-hannover-rueck-q2/10297118.html

US-Versicherer - AIG verbucht Gewinnplus
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/versicherungen/us-versicherer-aig-verbucht-gewinnplus/10291560.html

Der Allianz-Rivale Axa verschärft trotz eines Gewinnsprungs seinen Sparkurs. Europas zweitgrößter Versicherer profitierte zwar vom Wachstum im Lebensversicherungsbereich, will aber trotzdem 1,9 Milliarden Euro einsparen.
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/versicherungen/?p3205706=2

Die BaFin rügt deutsche Versicherungen wegen ihrer Krisenanfälligkeit und warnt vor „japanischen Verhältnissen".
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/versicherungen/versicherungsunternehmen-bafin-erklaert-lebensversicherung-zum-auslaufmodell/10069210.html

Da stimmt doch etwas an der Informationslage nicht. Oder haben Sie einen anderen Eindruck?

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