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13.11.2013

16:37 Uhr

Trotz Hochwasser und Hagelschäden

Generali Deutschland kommt nicht vom Kurs ab

Generali Deutschland macht die Millionenschäden aus Hochwasser, Sturm und Hagel durch steigende Gewinne wett. Der Versicherer profitiert vor allem vom Geschäft mit Einmalbeiträgen wie für Sofortrenten.

Generali hat zuletzt mehr Kapitalanlagen verkauft und damit Gewinne realisiert. dpa

Generali hat zuletzt mehr Kapitalanlagen verkauft und damit Gewinne realisiert.

FrankfurtGenerali Deutschland kann die Millionenschäden aus Hochwasser, Sturm und Hagel durch steigende Gewinne mit den eigenen Kapitalanlagen wettmachen. 137 Millionen Euro Kosten für die Naturkatastrophen-Schäden im Sommer bringen die Tochter des italienischen Versicherungsriesen Generali nicht vom Kurs ab. Der angepeilte Nettogewinn von 430 (Vorjahr: 504) Millionen Euro sei weiterhin erreichbar, sagte Vorstandschef Dietmar Meister am Mittwoch in Köln. Nach neun Monaten standen 333 (342) Millionen Euro zu Buche. Das lag vor allem an dem um 15 Prozent auf 3,14 Milliarden Euro gesteigerten Ergebnis aus Kapitalanlagen - trotz niedriger Zinsen.

Generali habe zuletzt mehr Kapitalanlagen verkauft und damit Gewinne realisiert, sagte Finanzvorstand Torsten Utecht. "Derzeit macht die Finanzierung der Zinszusatzreserve für die Lebensversicherer höhere Realisierungen zum Teil auch erforderlich." Die Finanzaufsicht BaFin zwingt die Versicherer, Sonder-Rückstellungen zu bilden, damit sie trotz niedriger Zinsen die Policen auch in Zukunft noch auszahlen können. "Mit unserem guten Kapitalanlageergebnis können wir für unser Kunden weiterhin eine vergleichsweise attraktive Nettoverzinsung erwirtschaften", sagte Utecht. Sie liege derzeit bei rund vier Prozent.

Systemrelevante Versicherer laut FSB (2013)

1

Allianz

Sitz: München

Netto-Gewinn 2012: 5,2 Milliarden Euro

Umsatz: 106,4 Milliarden Euro

Verwaltetes Vermögen: 1,85 Billionen Euro

S&P-Finanzstärke-Rating: AA

Mitarbeiter: 144.000

Börsenwert: 53,8 Mrd Euro

Quelle: Reuters

2

AIG

Sitz: New York

Netto-Gewinn 2012: 2,6 Milliarden Euro

Umsatz: 50,13 Milliarden Euro

Verwaltetes Vermögen: 287 Milliarden Euro

S&P-Finanzstärke-Rating: A+

Mitarbeiter: 63.000

Börsenwert: 53 Milliarden Euro

Quelle: Reuters

3

Aviva

Sitz: London

Netto-Verlust 2012: 3,55 Milliarden Euro (wegen hoher Abschreibungen auf Beteiligungsverkäufe, vor allem in USA)

Umsatz: 39,68 Milliarden Euro

Verwaltetes Vermögen: 319,19 Milliarden Euro (inklusive mittlerweile verkaufter Bereiche) S&P-Finanzstärke-Rating: A+

Mitarbeiter: 31.000

Börsenwert: 12,73 Milliarden Euro

Quelle: Reuters

4

AXA

Sitz: Paris

Netto-Gewinn 2012: 4,15 Milliarden Euro

Verwaltetes Vermögen: 1,1 Billionen Euro

Umsatz: 90,13 Milliarden Euro

S&P-Finanzstärke-Rating: A+

Mitarbeiter: 160.000

Börsenwert: 39,56 Milliarden Euro

Quelle: Reuters

5

GENERALI

Sitz: Triest

Netto-Gewinn 2012: 90 Millionen Euro

Umsatz: 69,6 Milliarden Euro

Verwaltetes Vermögen: 490 Milliarden Euro

S&P-Finanzstärke-Rating: A

Mitarbeiter: 80.000

Börsenwert: 22,5 Milliarden Euro

Quelle: Reuters

6

METLIFE

Sitz: New York

Netto-Gewinn 2012: 0,9 Milliarden Euro

Umsatz: 52,04 Milliarden Euro

Verwaltetes Vermögen: 364 Milliarden Euro

S&P-Finanzstärke-Rating: AA-

Mitarbeiter: 64.000

Börsenwert: 40,8 Milliarden Euro

Quelle: Reuters

6

PING AN INSURANCE

Sitz: Shenzhen

Netto-Gewinn 2012: 2,49 Milliarden Euro

Umsatz: 37,18 Milliarden Euro

Verwaltetes Vermögen liegt nicht vor

S&P-Finanzstärke-Rating: nicht vorhanden

Mitarbeiter: 190.000

Börsenwert: 35,3 Milliarden Euro

Quelle: Reuters

6

PRUDENTIAL

Sitz: London

Netto-Gewinn 2012: 2,56 Milliarden Euro

Umsatz: 34,78 Milliarden Euro

Verwaltetes Vermögen 265,12 Milliarden Euro

S&P-Finanzstärke-Rating: AA

Mitarbeiter: 26.000

Börsenwert: 34,22 Milliarden Euro

Quelle: Reuters

9

PRUDENTIAL FINANCIAL

Sitz: New York

Netto-Gewinn 2012: 358 Millionen Euro

Umsatz: 864,7 Milliarden Euro

Verwaltetes Vermögen: über 760 Milliarden Euro

S&P-Finanzstärke-Rating: AA-

Mitarbeiter: 48.000

Börsenwert: 27,9 Milliarden Euro

Quelle: Reuters

Generali Deutschland profitierte vor allem vom Geschäft mit Einmalbeiträgen, die ihre Kunden etwa für Sofortrenten oder als reine Kapitalanlage einzahlen. Das trieb die Beitragseinnahmen in den ersten neun Monaten auf insgesamt 13,8 Milliarden Euro, ein Plus von zehn Prozent. Die Beiträge im Schaden- und Unfall-Geschäft kletterten um 4,4 Prozent.

Von

rtr

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