Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.05.2011

11:43 Uhr

Überangebot

Ersatzkassen fordern weniger Ärzte

Der Verband der Ersatzkassen macht sich kurz vor dem deutschen Ärztetag für eine Eindämmung der hohen Ärztedichte in Deutschland stark. Die Beiträge der Versicherten sollten demnach künftig effizienter investiert werden.

Die Ersatzkassen wollen das Überangebot an Ärzten hierzulande in den Griff bekommen. Quelle: dpa

Die Ersatzkassen wollen das Überangebot an Ärzten hierzulande in den Griff bekommen.

BerlinKurz vor dem deutschen Ärztetag haben die Ersatzkassen einen Abbau des „Überangebots an Ärzten“ gefordert. Mit 397 Ärzten je 100 000 Einwohner habe es im vergangenen Jahr die bislang höchste Arztdichte gegeben, sagte der Vorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen (vdek), Thomas Ballast, am Montag in Berlin. Das seien rund 31 Prozent mehr als 1991. Die Menschen seien aber nicht kränker geworden.

„Wir sollten die Beitragsgelder der Versicherten dort einsetzen, wo Probleme oder Engpässe sind, nicht jedoch noch in Überversorgung investieren“, riet Ballast. Diagnostik und Therapie sollten zudem auf das medizinisch Notwendige konzentriert werden. „Weniger ist oft mehr, zu viel Medizin kann den Patienten auch schaden.“ Der vdek vertritt die Barmer-GEK, die Techniker Krankenkasse und die weiteren Ersatzkassen.

Der Ärztetag beginnt an diesem Dienstag in Kiel. Auch das geplante Versorgungsgesetz dürfte Thema sein, mit dem Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) künftigem Ärztemangel vorbeugen will. Am Montag wollte die Kassenärztliche Bundesvereinigung in Kiel ihre Positionen bestimmen.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×