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14.02.2014

04:47 Uhr

US-Versicherer

AIG macht wieder Milliardengewinn

Das Katastrophenjahr 2012 ist abgehakt: Die US-Versicherung AIG schreibt wieder Gewinne. Sie profitiert davon, dass sie für weniger Schäden gerade stehen muss als zuvor. Trotzdem will der Konzern Stellen abbauen.

Weniger Schäden: Die in der Finanzkrise vom Staat gerettete US-Versicherung AIG konnte im Schlussquartal einen Gewinn vorweisen. dapd

Weniger Schäden: Die in der Finanzkrise vom Staat gerettete US-Versicherung AIG konnte im Schlussquartal einen Gewinn vorweisen.

New YorkDer US-Versicherer AIG profitiert von geringeren Schäden durch Naturkatastrophen. Das in der Finanzkrise vom Staat gerettete Unternehmen schrieb im Schlussquartal einen Gewinn von unterm Strich annähernd 2,0 Milliarden Dollar (1,5 Mrd Euro), nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 4,0 Milliarden Dollar entstanden war. AIG habe das Jahr solide abgeschlossen, erklärte Konzernchef Robert Benmosche am Donnerstag in New York.

AIG erhöht seine Quartalsdividende um 25 Prozent auf 12,5 Cent je Aktie. Zusätzlich will der Konzern Aktien im Wert von einer Milliarde Dollar zurückkaufen. AIG-Chef Benmosche kündigte darüber hinaus den Abbau von rund drei Prozent der weltweiten Stellen an. Im nachbörslichen Handel legte die AIG-Aktie um 1,7 Prozent zu.

Ende 2012 hatte AIG für Schäden des Wirbelsturms „Sandy“ geradestehen müssen. „Sandy“ war über Teile der US-Ostküste hinweggezogen und hatte dabei die Millionenmetropole New York und den benachbarten Bundesstaat New Jersey schwer getroffen. Es kam zu heftigen Überschwemmungen. Zudem hatte damals ein Buchverlust aus dem Verkauf der Flugzeugleasing-Tochter ILFC das AIG-Ergebnis belastet.

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Der US-Versicherungsriese AIG hat seine Flugzeugleasing-Tochter für 5,4 Milliarden Dollar an seinen niederländischen Wettbewerber Aer-Cap verkauft. AIG konzentriert sich damit nur noch auf das Kerngeschäft.

AIG hatte in der Finanzkrise traurige Berühmtheit erlangt. Fehlspekulationen auf dem US-Häusermarkt hatten den Konzern an den Rand des Ruins gebracht. Der Staat sprang mit einem Rettungspaket über 182 Milliarden Dollar ein. Es war die teuerste Rettungsaktion jener Zeit.

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