Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.02.2011

11:48 Uhr

Vermögensverwaltung

Bill Gross rettet Fondsbilanz der Allianz

VonThomas Schmitt

Pimco Europe Ltd die Fondsbilanz der Allianz-Gruppe entscheidend aufgebessert. Auch der Fondsbranche insgesamt verhalf Deutschlands größter Versicherer damit zu einem positiven Jahresergebnis. Dies ergibt sich aus Fondsbilanz des Investmentverbandes BVI für 2010.

Das Logo der Allianz auf dem Dach der Firmenzentrale Quelle: dpa

Das Logo der Allianz auf dem Dach der Firmenzentrale

Die Fondsgesellschaft „Allianz Global Investors Deutschland Gruppe“ verwaltet insgesamt knapp 360 Milliarden Euro, davon liegen derzeit rund 102 Milliarden Euro in Publikumsfonds. In diesem Segment kamen 2010 netto 13,7 Milliarden Euro neue Gelder hinzu. Doch die in Deutschland und Luxemburg sitzenden Fondstöchter verzeichneten dabei Mittelabflüsse von mehreren Milliarden Euro. Allein die Irland-Tochter Pimco verbuchte mit 17 Milliarden Euro satte Zuwächse.

Die in Irland sitzende Pimco ist innerhalb des Allianz-Konzerns relativ selbstständig und wird von der amerikanischen Investmentlegende Bill Gross geführt. Er ist ein Spezialist für Anleihen und zeichnet sich seit Jahrzehnten durch ausgezeichnete Ergebnisse für Anleger aus. Wegen der Pimco-Zuflüsse schnitt die Allianz im Bereich der Publikumsfonds im vergangenen Jahr deutlich besser als die großen Konkurrenten ab. Zum Beispiel als die Sparkassen-Tochter Deka, die Deutsche-Bank-Tochter DWS und die zum Genossenschaftssektor gehörende Union. Auch im direkten Vergleich mit den Fondsgesellschaften anderer Versicherer war die Allianz besser. Für die gesamte Branche hatte der BVI kürzlich einen Zufluss von 13,8 Milliarden Euro bekannt gegeben. Die Allianz-Zuflüsse an Pimco trugen entscheidend zu diesem positiven Ergebnis bei.

Die Zuflüsse an Pimco im Segment Publikumsfonds besserten auch die Gesamtbilanz innerhalb der verschiedenen Sparten der Allianz-Fondstochter auf. Denn im Marktsegment Wertpapier-Portfolio verzeichnete die Allianz ebenfalls Abflüsse von knapp zehn Milliarden Euro. Hier verwaltet die Allianz insgesamt rund 114 Milliarden Euro. Allein im Geschäft mit Großkunden, den Spezialfonds, flossen der Allianz im vergangenen ebenfalls Mittel von Investoren zu. In diesem Segment ist der Versicherer innerhalb der Fondsgesellschaften Marktführer mit einem Anteil von gut 18 Prozent und einem verwalteten Vermögen von 142 Milliarden Euro. Darin enthalten ist ein Zufluss von zwölf Milliarden Euro im vergangenen Jahr.

Die Allianz ist mit diesen Zahlen gegen den Markttrend in der Fondsbranche gewachsen. Denn das durch die Finanzkrise stark gesunkene Verbrauchervertrauen hatte viele Monate lang zu massiven Abflüssen aus Publikumsfonds geführt. Die Fondstöchter der deutschen Versicherer waren davon sogar noch stärker betroffen als die Branche insgesamt.

Allianz Global Investors bezeichnet sich als Deutschlands größten Asset-Manager. Weltweit gehört Allianz Global Investors mit 1425 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen zu den größten Vermögensverwaltern und ist in mehr als 25 Wirtschafts- und Finanzzentren mit über 1000 Investmentprofis vertreten. 

 

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×