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05.07.2011

11:44 Uhr

Versicherer

Allianz begibt Coco-Bonds an Japan

Die Allianz setzt jetzt auf Coco-Bonds: Der Konzern hat erstmals eine bedingte Pflichtwandelanleihe begeben und will damit 500 Millionen Euro einsammeln.

Fahnen der Allianz SE hängen im Olympiapark in München. Quelle: dapd

Fahnen der Allianz SE hängen im Olympiapark in München.

München/TokioKäufer der 30-jährigen nachrangigen Wandelanleihe sei der private japanischen Versicherer Nippon Life, wie beide Unternehmen am Dienstag mitteilten. Der Bond wird in den ersten zehn Jahren nach Ausgabe und unter bestimmten Bedingungen automatisch in Aktien von Europas größtem Versicherer gewandelt. Zudem hat Nippon Life die Option, die Anleihe innerhalb der ersten zehn Jahre gegen Allianz-Papiere einzutauschen. Vom Emittenten ist der Bond nach Ablauf von zehn Jahren kündbar.

„Mit dieser Transaktion gehören wir zu den ersten Unternehmen, die eine Anleihe mit bedingter Pflichtwandlung begeben“, sagte Allianz-Chef Michael Diekmann. Bisher haben mit Lloyds, Rabobank und Credit Suisse erst relativ wenige Finanzinstitute Contingent Convertible Bonds (CoCo-Bonds) begeben. Für die Häuser sind Coco-Bonds ein Instrument, um den höheren Kapitalanforderungen nach der Finanzkrise nachzukommen.

„Ziel dieses Investments ist der Aufbau einer langfristigen Partnerschaft zu beiderseitigem Nutzen“, erklärte Nippon-Life-Präsident Yoshinobu Tsutsui. Der weltgrößte genossenschaftliche Lebensversicherer hatte zum Ende des Geschäftsjahres 2010 Kapitalanlagen von 50 Billionen Yen (424 Milliarden Euro) und einen Gesamtumsatz von 6,6 Billionen Japanischen Yen (57 Milliarden Euro). Die Transaktion wollen beide Unternehmen, die bisher nicht zusammengearbeitet haben, bis Donnerstag unter Dach und Fach bringen.

Von

rtr

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