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06.12.2011

14:34 Uhr

Versicherer

Axa mit Wachstum, aber wenig Gewinn

VonMichael Detering

Positive und negative Nachrichten zugleich: Beim Axa-Versicherer brummt vor allem das Geschäft in der Krankenversicherung - dafür belasten den Konzern Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen.

Vor der Zentrale des Versicherungskonzerns Axa in Köln. dpa

Vor der Zentrale des Versicherungskonzerns Axa in Köln.

KölnDer Versicherer Axa Deutschland stemmt sich gegen den Branchentrend und erwartet für dieses Jahr ein Wachstum von 1,5 bis zwei Prozent. Die Prämieneinnahmen dürften auf rund 10,5 bis 10,6 Milliarden Euro steigen. "Im Vergleich zum Markt ist das eine sehr erfreuliche Entwicklung", sagte Vorstandschef Frank Keuper vor Journalisten in Köln. Die Beitragseinnahmen der Branche dürften 2011 um 1,2 Prozent schrumpfen, vor allem aufgrund sinkender Umsätze in der Lebensversicherung.

Allerdings kann die Deutschlandtochter des französischen Versicherers das Beitragsplus nicht in steigende Gewinne verwandeln.

Zwar wird das operative Ergebnis voraussichtlich höher ausfallen als im Vorjahr (367 Millionen Euro), aber unterm Strich wird das Konzernergebnis unter Vorjahr (413 Millionen Euro) liegen, erwartet Keuper. Abschreibungen auf Wertpapiere und griechische Staatsanleihen belasten den Versicherer. "Die Kapitalmarktsituation hat sich dramatisch gedreht", sagte der Vorstandschef.

Axa Deutschland hat rund 2,8 Milliarden Euro in den Schuldenstaaten Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien investiert. Das sind 2,8 Prozent der Kapitalanlagen. Griechische Staatsanleihen stehen dabei noch mit einem Marktwert von rund 90 Millionen Euro in den Büchern.

Besonders gut entwickelt sich das Geschäft in der Krankenversicherung, wo die Beitragseinnahmen um sechs bis 6,5 Prozent wachsen werden. Das liegt stark an einem politischen Sondereffekt: Der Gesetzgeber hat den Wechsel von der gesetzlichen zur privaten Krankenversicherung erleichtert. Gutverdienende müssen anders als bisher nicht mehr drei Jahre in Folge bestimmte Einkommensgrenzen überschreiten, sondern können schneller wechseln.

Kommentare (1)

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MarkusW

08.12.2011, 09:54 Uhr

zum Thema Einmalbeiträge bei Kapitallebensversicherungen:
von wegen "... nicht zur langfristigen Anlagepolitik passt". Es war erst ein Schuss der Bafin vor den Bug der Versicherer nötig, um die Bestandskunden vor deren Ausplünderungspolitik zu bewahren! Laut KLV-Check gehen bei den Policen die Renditen seit Jahren regelmäßig zurück. Aus dem Topf haben sich schon zu viele bedient 8-(

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