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29.03.2012

10:03 Uhr

Versicherer

Ergo-Werbung soll den Verkauf ankurbeln

VonThomas Schmitt

Der Versicherungskonzern hat im vergangenen Jahr etwas weniger verdient. Dafür machte das Management weniger diverse Skandale, sondern die Finanzkrise verantwortlich. In diesem Jahr soll es besser werden.

Die der Zentrale der Ergo-Versicherungsgruppe in Düsseldorf. dpa

Die der Zentrale der Ergo-Versicherungsgruppe in Düsseldorf.

DüsseldorfDie Skandale des vergangenen Jahres hat die Versicherungsgruppe Ergo abgehakt. Trotz der Turbulenzen an den Kapitalmärkten habe Ergo 2011 ein stabiles Konzernergebnis von 349 (355) Millionen Euro erzielt. Eines der wichtigsten Ziele sei es nun, für die Kunden verständlicher zu werden, teilte der Versicherer mit.

Vorstandsvorsitzender Torsten Oletzky räumte im Rückblick auf das vergangene Jahr ein, dass „die Diskussion über tatsächliches und vermeintliches Fehlverhalten einiges an Kraft abverlangt“ habe. Fehler seien nun bereinigt, „wo uns das möglich war“. Gleichzeitig habe die Gruppe den 2010 unter dem Motto ‚Versichern heißt verstehen’ eingeschlagenen Weg konsequent weiter beschritten. Dazu sei die Arbeit an der Verbesserung von Verständlichkeit, Beratung und Service fortgesetzt worden. Oletzky: „Ich bin sicher: Erfolg dabei wird sich auch positiv auf das Geschäft auswirken.“ 

Bis Ende 2011 wurden innerhalb des Versicherungskonzerns die Standards für Verständlichkeit für Druckstücke mit einer Auflage von circa 20 Millionen überarbeitet. Die Versicherungsbedingungen in der privaten Haftpflichtversicherung, dem Schutzbrief und der Hausratversicherung seien vollständig überarbeitet, deutlich verständlicher gestaltet und drastisch gekürzt worden, damit die Kunden die wesentlichen Inhalte schneller erfassen können. 

Weitere Produkte mit solchen Klartextbedingungen würden im Jahresverlauf 2012 folgen. Eines der sichtbaren Zeichen für den engen Austausch mit den Kunden sei der Kundenanwalt. Er vertrete seit Anfang 2011 die Interessen der Kunden im Unternehmen bei der Gestaltung von Abläufen und auch im Konfliktfall: Sollten sich Kunden ungerecht behandelt fühlen, suche er gemeinsam mit den Beteiligten nach einer einvernehmlichen Lösung. „Auch 2012 werden wir uns wieder darauf konzentrieren, unser Versprechen an unsere Kunden bei jedem Kontakt konsequent in die Tat umzusetzen“, verspricht Torsten Oletzky. 

Der Erstversicherer, der zum Rückversicherer Munich Re gehört, strebt für 2012 ein Konzernergebnis um die 400 Millionen Euro an. Die gesamten Beitragseinnahmen steigerte Ergo im vergangenen Jahr leicht um 0,7 Prozent auf 20,3 (20,1) Milliarden Euro. Dabei verzeichnete das Geschäftsfeld Lebensversicherung Deutschland einen Rückgang der gesamten Beitragseinnahmen um 3,2 Prozent auf 5,1 (5,2) Milliarden Euro. Ein Grund für diese Entwicklung seien deutlich geringere Einmalbeiträge – wie im gesamten deutschen Markt.

 

Kommentare (3)

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PRO

29.03.2012, 13:46 Uhr

ich bin verwundert auf dieser Plattform solch stumpfe und inhaltslose Kommentare anzutreffen. Die Skandale kann man nicht schön reden, jedoch betrifft, dass ein geringer Prozentteil eines riesigen Konzerns, der sich klar distanziert hat. In Deutschland hat man die Gewohnheit gerne mit dem Finger auf andere zu zeigen ohne zu merken, dass mind. vier andere auf sich selbst gerichtet sind. Alle kaufen Apple Produkte, wo bei jeder weiss unter was für unmenschlichen Bedingungen die Arbeiter in China die Displays herstellen, alle bedienen sich bei H&M und KIK wo in Taiwan und Indonesien für Hungerlöhne Kinder unser Hemd zusammen schneidern. Aber da wo es gerade einem bequem ist, hält man die Füße still und da wo es einen nicht betrifft, legt man los wie die Feuerwehr.

PRhodan

29.03.2012, 14:06 Uhr

Die Handballnationalmannschaft ist sich nicht zu schade, um mit ERGO auf der Brust auf die Verliererstraße zu geraten, das ZDF-Wetter kommt von ERGO und bei n-tv und Onvista poppt dauernd ERGO-Werbung auf. Da sich bei den letzten beiden Adressen wohl eher um den besser informierten Teil des Volkes handeln dürfte, ist die ERGO-Werbung für die Katz.
Ansonsten wäre von den diese inhaltslose Werbung ausstrahlenden Medien mehr Zivilcourage zu verlangen, wie es der Dortmunder Trainer Klopp vorgemacht hat. Die ERGO ist nicht nur wg. der Nutten und diverser Betrügereien zu meiden, sondern vor allem, wenn es um Altersvorsorge geht, wg. der grottenschlechten Finanzkennzahlen (Victoria.

Leser

29.03.2012, 14:51 Uhr

Das schlimme bei der ganzen Ergo-Diskussion ist, nur durch durch die HMI-Exzesse werden alle Vertriebe, wie Hamburg-Mannheimer, Victoria, DAS, DKV usw.in den Dreck gezogen.
Dort gibt es viele gute Mitarbeiter.
Mich erstaunt nur immer wieder das der Konzern an der HMI weiter fest hält. Wer mal ein HMI-Seminar mitgemacht hat, weiß wovon ich rede. Mir sind Leute bekannt, die hielten es für eine Sekte.Für viele "Führungskräfte" geht es dabei nur darum Frauen abzuschleppen.Die Mitarbeiter die ins Laufen kommen, sollen erst mal die Verwandschaft abgrasen und hinter vorgehaltener Hand geht es dabei nur um Ausspannen von Verträgen.
Dadurch sieht man, das es denen nur wichtig ist, egal wie, an Verträge zu kommen.
Selbst bei den verschiedenen Vertrieben ist die HMI alles andere als gut angesehen.

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