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20.12.2012

18:27 Uhr

Versicherer optimistisch

Millionen neue Verträge beim "Pflege-Bahr"

Geht es nach den privaten Krankenversicherern dürfte die nach dem Bundesgesundheitsminister benannte Vorsorge "Pflege-Bahr" für viele Deutsche interessant sein. Sie rechnen im nächsten Jahr mit 1,5 Millionen Abschlüssen.

Die privaten Krankenversicherer rechnen im kommenden Jahr mit einem regen Interesse für die staatlich geförderte Zusatzversicherung für die Pflege. dpa

Die privaten Krankenversicherer rechnen im kommenden Jahr mit einem regen Interesse für die staatlich geförderte Zusatzversicherung für die Pflege.

DüsseldorfDie privaten Krankenversicherer erwarten, dass nächstes Jahr 1,5 Millionen Menschen eine staatlich geförderte Zusatzversicherung für die Pflege abschließen. Der Direktor des Verbands der privaten Krankenversicherung (PKV), Volker Leienbach, sagte "Wirtschaftswoche Online" am Donnerstag: "Das ist ambitioniert, aber nicht unrealistisch."
Die nach dem Bundesgesundheitsminister benannte Vorsorge, der "Pflege-Bahr", wird ab 2013 mit fünf Euro im Monat gefördert, sofern der Versicherte mindestens zehn Euro einzahlt. Eine Gesundheitsprüfung oder Risikozuschläge - wie sonst üblich - entfallen.

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Die gesetzliche Pflegekasse ersetzt nur einen Teil der Kosten, wenn jemand hilfebedürftig wird. "Das ist etwas für alle, die gesundheitlich bereits eingeschränkt sind", urteilt Versicherungsexperte Peter Grieble von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. "Gesunde werden den Tarif eher meiden." Sie bekämen mit anderen Produkten bessere Leistungen.


Von

dapd

Kommentare (6)

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RDA

20.12.2012, 19:33 Uhr

Was ist denn das für eine Bananenrepublik? Die Versicherer und Bausparkassen können angesichts negativer Realverzinsung die Garantiezinsen nicht mehr erwirtschaften. Oder ist es Zufall, dass die Lebensversicherer gerade die Überschussbeteiligungen herunterfahren?
Unser Staat soll zusätzliche Leistungen gefälligst im Umlageverfahren finanzieren - gern auch über einen höheren Soli-Zuschlag zur Einkommen- und Körperschaftsteuer.

Wenn denn das Kapitaldeckungsverfahren wirklich so toll ist, warum finanziert sich unser Staat dann nicht längst daraus, sondern aus dem "Umlageverfahren"?

Ichbinsdoch

20.12.2012, 20:09 Uhr

Zahlen Zahlen Zahlen
Der Staat verlangt immer mehr, und tritt uns dann noch mit Füßen
Davon abgesehen, bei JEDER sogenannten Zusatzversicherrung zahlt der Versicherrungsnehmer NUR drauf.
In der Politik, Gesundheitswesen u.a. wird nur noch von irgendwelchen Lobbyisten geschmiert...es herscht nur noch Lug, Betrug, abkassieren
Das Land zerfällt, die Menschen werden immer ärmer und immer mehr drangsaliert
Schönes neues Deutschland

Account gelöscht!

21.12.2012, 08:06 Uhr

Einen schönen guten Morgen in die Runde ...

Ich spendiere dann vorsorglich mal eine Runde Schnuffeltücher für die bereits Kommentierenden.

Wer sich über »d e n Staat« und die teils desaströse Finanzlage aufregt, sollte zuvor einmal in sich gehen und fragen, wer denn letztlich die eine oder andere Gurkentruppe gewählt hat.

Irgendeiner muss schließlich Gerhard & Co. gewählt haben.

Klar dass es hinterher keiner mehr gewesen sein mag.

Das ist wie mit Kindern und jungen Hunden, da steht der Verstand, dann aber auch klar erkenntlich, irgendwo zwischen 0 und 14, bei Hunden und dem einen oder anderen bleibt er dann stehen, beim Rest entwickelt er sich mehr oder weniger weiter.

Um Ihr Umlageverfahren, verehrter @RDA, weiter finanzierbar zu halten, müssten Jahr um Jahr mehrere hunderttausend Menschen dieser Welt nach Deutschland einwandern, einen sozialversicherungspflichtigen Job bekommen u n d dauerhaft ausüben.

Der Zeitpunkt, wo man hätte die Sozialsysteme noch sinnvoll reformieren können liegt schlappe 20-35 Jahre zurück.

Anfang der 70er war man in den Niederlanden so mutig und hat alle Systeme reformiert und ist heute prima aufgestellt.

Im Pflegebereich arbeiten entlang der deutsch-niederländischen Grenze viele deutsche Pflegerinnen und Pfleger in NL zu -guten Arbeitsbedingungen, -menschlichen Pflegemaßnahmen und für -gutes Geld.

Die Sozies konnten noch nie rechnen oder Situationen real einschätzen.

Das sieht man im Rückblick an sämtlichen Wirtschaftszahlen und Solidaritätsbekundungen wie »Putin ist ein großer Demokrat« oder am Porschefimmel eines ehemaligen Gewerkschaftsfunktionärs.

-Fortsetzung folgt-

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