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29.11.2012

10:16 Uhr

Versicherer

Zurich Insurance sieht sich auf Kurs

Zurich-Chef Martin Senn stellt den Aktionären eine attraktive und nachhaltige Dividende in Aussicht, denn der Konzern hat erfolgreich gespart. Bis Ende 2013 wollen die Schweizer ihr Sparvolumen sogar mehr als verdoppeln.

Bis Ende 2013 will Versicherer Zurich seine ehrgeizigen Sparziele umgesetzt haben. dpa

Bis Ende 2013 will Versicherer Zurich seine ehrgeizigen Sparziele umgesetzt haben.

ZürichTrotz eines Gewinneinbruchs im dritten Quartal hat der Versicherer Zurich Insurance seine Zielvorgaben bestätigt. Auf einer Investorenveranstaltung stellte Konzernchef Martin Senn den Aktionären am Donnerstag eine weiterhin attraktive und nachhaltige Dividende in Aussicht. Zurich sei auf gutem Weg, die Kosten in reifen Märkten bis Ende 2013 um 500 Millionen Dollar zu senken. Bisher wurden 200 Millionen Dollar eingespart. Das Geld wird nach Senns Worten für die Expansion in Schwellenländern verwendet. „Unsere Ziele für 2013 bleiben unverändert, und wir sind auf gutem Weg, sie zu erreichen.“ An der freundlichen Schweizer Börse stieg die Aktie um 0,7 Prozent.

Die langfristig angepeilte Eigenkapitalrendite von 16 Prozent erreicht der Konzern noch nicht. Wie 2011 seien auch dieses Jahr 14 Prozent realistisch, erklärte Senn. Zurich berechnet die Eigenkapitalrendite auf der Basis des Betriebsgewinns nach Steuern.

Die zehn größten Versicherungskonzerne

Platz 10

Prudential plc (Großbritannien)

Der britische Versicherer mit Hauptsitz in London hat weltweit 20 Millionen Kunden. Künftig soll ein Schwerpunkt auf das asiatische Geschäft gelegt worden. 2010 kamen die Briten auf einen Umsatz von 73,6 Milliarden Dollar.

Platz 9

Munich Re (Deutschland)

Der größte deutsche Rückversicherer, der früher Münchener Rück hieß, sichert sich ebenfalls einen Platz unter den weltgrößten Versicherern. Zur Gesellschaft gehört unter anderem auch die Ergo Versicherungsgruppe. Die rund 47.000 Mitarbeiter des Konzerns haben 2010 auf einen Umsatz von 76,22 Milliarden Dollar erwirtschaftet.

Platz 8

Nippon Life Insurance Company (Japan)

Die Japaner mit Hauptsitz in Osaka sind nicht nur der größte Lebensversicherer ihres Landes, sondern gehören auch international zu den größten. Mit einem Umsatz von 78,57 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 2,6 Milliarden Dollar im Jahr 2010 ist der Konzern locker in der Top 10.

Platz 7

Aviva (Großbritannien)

Weltweit hat der Konzern aus London 35 Millionen Kunden und rund 45.000 Mitarbeiter. Insgesamt kamen die Briten im Jahr 2010 auf einen Umsatz von 90,2 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 2,26 Milliarden Dollar.

Platz 6

UnitedHealth (USA)

Im Bereich der Krankenversicherung gehört das Unternehmen aus der Kleinstadt Minnetonka (Minnesota) zu den größten der Branche. Weltweit beschäftigt der Konzern 87.000 Mitarbeiter, die einen Umsatz von 94,15 Milliarden Dollar erwirtschaften.

Platz 5

American International Group (USA)

Die New Yorker waren lange der größte Erstversicherer der Welt. In der Finanzkrise mussten sie dann sogar mit Steuergeldern gerettet werden. 2010 haben die Amerikaner rund 104,4 Milliarden Dollar umgesetzt.

Platz 4

Assicurazioni Generali (Italien)

Schon Franz Kafka gehörte kurzzeitig zu den Angestellten des traditionsreichen Versicherers aus Triest. Die Italiener gehören bis heute zu den führenden Versicherungskonzernen weltweit, 2010 kamen sie auf einen Umsatz von 120,2 Milliarden Dollar.

Platz 3

Allianz (Deutschland)

Der größte deutsche Versicherungskonzern schafft den Sprung auf das Treppchen. Von München aus steuert der Konzern 151.338 Mitarbeiter weltweit und erwirtschaftete so einen Umsatz von 127,38 Milliarden Dollar im Jahr 2010.

Platz 2

Berkshire Hathaway (USA)

Mit dem schillernden Investor Warren Buffett an der Spitze, ist US-Beteiligungsgesellschaft vor allem im Versicherungsgeschäft tätig. Die Amerikaner gehören zu den profitabelsten Konzernen des Landes. 2010 wurde ein Umsatz von 136,18 Milliarden Dollar erwirtschaftet.

Platz 1

AXA (Frankreich)

Der größte Versicherungskonzern der Welt hat seinen Hauptsitz in Paris. Insgesamt verwalten die rund 103.000 Mitarbeiter ein Vermögen von 1,38 Billionen Dollar. Allein im Jahr 2010 wurde ein Umsatz von 162,2 Milliarden Dollar eingefahren.

Im dritten Quartal verhagelten Wertberichtigungen und die Aufstockung der Schadensreserven den Schweizern das Ergebnis. Der Gewinn brach im Vergleich zum Vorjahr um 62 Prozent auf 477 Millionen Dollar ein.

Zuletzt schüttete der Konzern 17 Franken pro Aktie an seine Aktionäre aus. Mit mehr als sieben Prozent wirft die Zurich-Aktie die höchste Dividendenrendite unter den Standardwerten an der Schweizer Börse ab. Die Titel von Swisscom und Swiss Re rentieren mit rund fünf Prozent. Eine Gewinnprognose legt Zurich traditionell nicht vor.

Von

rtr

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