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04.06.2013

11:27 Uhr

Versicherungskonzern

Generali verkauft Teil des US-Geschäfts an Scor

Der drittgrößte Versicherer Europas verkaufte Teile seiner US-Sparte an den Rückversicherer Scor. Scor wird damit führender Lebensrückversicherer in den USA. Generali bekommt neben dem Kaufpreis eine Gewinnbeteiligung.

Der Versicherungskonzern Generali will den kommenden Jahren weitere Töchter verkaufen. dpa

Der Versicherungskonzern Generali will den kommenden Jahren weitere Töchter verkaufen.

Mailand/ParisDer italienische Allianz-Rivale Generali verkauft Teile seines US-Geschäfts an den französischen Rückversicherer Scor. Dafür bekommt Generali 579 Millionen Euro in bar und eine Gewinnbeteiligung für dieses Jahr, wie die Nummer drei in Europa am Dienstag mitteilte. Mit der Übernahme avanciert Scor zum führenden Rückversicherer in den USA für Lebensversicherungspolicen. 2011 hatten die Franzosen dort bereits mit dem Kauf von Transamerica Re einen großen Schritt nach vorne gemacht.

Generali will das Geschäft in der zweiten Jahreshälfte über die Bühne bringen. Das Unternehmen erwartet, dass bis dahin bei der US-Tochter ein Gewinn von umgerechnet rund 23 Millionen Euro aufläuft. Der Verkauf dürfte Generali einen Buchgewinn von 150 Millionen Dollar (115 Millionen Euro) einbringen. Nach der Transaktion ist Generali in den USA noch als Schaden- und Unfall-Versicherer aktiv.

Versicherer in Europa

Europa

Zahl der Unternehmen: 5078 (in 2008)

Beschäftigte: 956 000 (in 2009)

Bruttoprämien: 1104 Milliarden Euro

Daten aus 2010

Deutschland

Zahl der Unternehmen: 582

Beschäftigte: 216 400

Bruttoprämien: 179 Milliarden Euro

Frankreich

Zahl der Unternehmen: 441

Beschäftigte: 147 400

Bruttoprämien: 207 Milliarden Euro

Italien

Zahl der Unternehmen: 242

Beschäftigte: 47 185

Bruttoprämien: 126 Milliarden Euro

Großbritannien

Zahl der Unternehmen: 1314

Beschäftigte: 117 000 (in 2009)

Bruttoprämien: 207 Milliarden Euro

Niederlande

Zahl der Unternehmen: 268

Beschäftigte: 57 000

Bruttoprämien: 78 Milliarden Euro

Belgien

Zahl der Unternehmen: 145

Beschäftigte: 23 727

Bruttoprämien: 29 Milliarden Euro

Schweiz

Zahl der Unternehmen: 151

Beschäftigte: 45 659

Bruttoprämien: 40 Milliarden Euro

Spanien

Zahl der Unternehmen: 292

Beschäftigte: 47 779 (in 2009)

Bruttoprämien: 57 Milliarden Euro

Dänemark

Zahl der Unternehmen: 184

Beschäftigte: 16 773

Bruttoprämien: 21 Milliarden Euro

Schweden

Zahl der Unternehmen: 386

Beschäftigte: 20 414

Bruttoprämien: 28 Milliarden Euro

Insgesamt strebt Konzernchef Mario Greco in den kommenden Jahren durch die Veräußerung von Töchtern, die nicht mehr zum Kerngeschäft gezählt werden, Einnahmen von vier Milliarden Euro an. Unter anderem steht die auf reiche Privatkunden spezialisierte Bank BSI zum Verkauf.

Von

rtr

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