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14.01.2014

17:09 Uhr

Versicherungskonzern

Munich Re steigt in das Geschäft mit Ratings ein

ExklusivAuf der Suche nach Investitionsmöglichkeiten hat Munich Re die Risikobewertung für sich entdeckt. In Kooperation mit dem TÜV wird das Versicherungsunternehmen künftig Expertisen von Bau- und Industrieprojekten erstellen.

Zentrale der Munich Re: Der Versicherer steigt zusammen mit dem TÜV ins Rating-Geschäft ein. dpa

Zentrale der Munich Re: Der Versicherer steigt zusammen mit dem TÜV ins Rating-Geschäft ein.

MünchenDer Versicherungskonzern Munich Re will in Zukunft in Zusammenarbeit mit dem TÜV Süd für Kunden die Risiken von Bau- und Industrieprojekten bewerten. Dies bestätigte Franz Vogt, Leiter des Projekts bei Munich Re dem Handelsblatt. Durch die niedrigen Zinsen an den internationalen Kapitalmärkten seien viele Investoren – gerade auch Versicherer – händeringend auf der Suche nach Investitionsmöglichkeiten. Für diese wollen Munich Re und der TÜV Süd Infrastrukturprojekte wie Straßen, Kraftwerke oder Brücken bewerten und damit die Entscheidung für oder gegen eine Investition erleichtern.

Die zehn größten Versicherungskonzerne

Platz 10

Prudential plc (Großbritannien)

Der britische Versicherer mit Hauptsitz in London hat weltweit 20 Millionen Kunden. Künftig soll ein Schwerpunkt auf das asiatische Geschäft gelegt worden. 2010 kamen die Briten auf einen Umsatz von 73,6 Milliarden Dollar.

Platz 9

Munich Re (Deutschland)

Der größte deutsche Rückversicherer, der früher Münchener Rück hieß, sichert sich ebenfalls einen Platz unter den weltgrößten Versicherern. Zur Gesellschaft gehört unter anderem auch die Ergo Versicherungsgruppe. Die rund 47.000 Mitarbeiter des Konzerns haben 2010 auf einen Umsatz von 76,22 Milliarden Dollar erwirtschaftet.

Platz 8

Nippon Life Insurance Company (Japan)

Die Japaner mit Hauptsitz in Osaka sind nicht nur der größte Lebensversicherer ihres Landes, sondern gehören auch international zu den größten. Mit einem Umsatz von 78,57 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 2,6 Milliarden Dollar im Jahr 2010 ist der Konzern locker in der Top 10.

Platz 7

Aviva (Großbritannien)

Weltweit hat der Konzern aus London 35 Millionen Kunden und rund 45.000 Mitarbeiter. Insgesamt kamen die Briten im Jahr 2010 auf einen Umsatz von 90,2 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 2,26 Milliarden Dollar.

Platz 6

UnitedHealth (USA)

Im Bereich der Krankenversicherung gehört das Unternehmen aus der Kleinstadt Minnetonka (Minnesota) zu den größten der Branche. Weltweit beschäftigt der Konzern 87.000 Mitarbeiter, die einen Umsatz von 94,15 Milliarden Dollar erwirtschaften.

Platz 5

American International Group (USA)

Die New Yorker waren lange der größte Erstversicherer der Welt. In der Finanzkrise mussten sie dann sogar mit Steuergeldern gerettet werden. 2010 haben die Amerikaner rund 104,4 Milliarden Dollar umgesetzt.

Platz 4

Assicurazioni Generali (Italien)

Schon Franz Kafka gehörte kurzzeitig zu den Angestellten des traditionsreichen Versicherers aus Triest. Die Italiener gehören bis heute zu den führenden Versicherungskonzernen weltweit, 2010 kamen sie auf einen Umsatz von 120,2 Milliarden Dollar.

Platz 3

Allianz (Deutschland)

Der größte deutsche Versicherungskonzern schafft den Sprung auf das Treppchen. Von München aus steuert der Konzern 151.338 Mitarbeiter weltweit und erwirtschaftete so einen Umsatz von 127,38 Milliarden Dollar im Jahr 2010.

Platz 2

Berkshire Hathaway (USA)

Mit dem schillernden Investor Warren Buffett an der Spitze, ist US-Beteiligungsgesellschaft vor allem im Versicherungsgeschäft tätig. Die Amerikaner gehören zu den profitabelsten Konzernen des Landes. 2010 wurde ein Umsatz von 136,18 Milliarden Dollar erwirtschaftet.

Platz 1

AXA (Frankreich)

Der größte Versicherungskonzern der Welt hat seinen Hauptsitz in Paris. Insgesamt verwalten die rund 103.000 Mitarbeiter ein Vermögen von 1,38 Billionen Dollar. Allein im Jahr 2010 wurde ein Umsatz von 162,2 Milliarden Dollar eingefahren.

Der Versicherungskonzern begibt sich damit auf neues Terrain. „Project Risk Rating“ ist „kein Versicherungsprodukt, sondern eine Dienstleistung“, sagte Vogt. Potenzielle Kunden sind Banken, die für die Vergabe eines Kredits genauere Einschätzungen zu den Risiken haben wollen, aber auch Investoren und Projektentwickler. Für das Rating durchleuchten die Experten mehrere Faktoren, die alle wesentlichen Risiken eines Investitionsprojekts abbilden sollen: Wirtschaftliche, technische, politische und ökologische Aspekte ebenso wie Umweltfragen oder Risiken durch Naturgefahren. Zum Abschluss soll der Kunde dann eine Einschätzung erhalten, welche Risiken er bei einer Beteiligung eingeht. Das Top-Rating sind vier Sterne.

Von

ll

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