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27.02.2014

08:39 Uhr

Versicherungsriese

Allianz erhöht Dividende

Der Versicherungskonzern Allianz machte im vergangenen Jahr mehr als zehn Milliarden Euro Gewinn und schüttet mehr Dividende an seine Aktionäre aus. Die Aussichten für das laufende Jahr sind eher bescheiden.

Laut Allianz-Chef Diekmann bleibt das Umfeld auch in diesem Jahr herausfordernd für das Unternehmen. dpa

Laut Allianz-Chef Diekmann bleibt das Umfeld auch in diesem Jahr herausfordernd für das Unternehmen.

FrankfurtDer Versicherungsriese Allianz hat im vergangenen Jahr so viel verdient wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Mit 10,1 Milliarden Euro lag der operative Gewinn um acht Prozent über dem Vorjahresniveau und übertraf die Analystenerwartungen leicht. Zuletzt hatte sie 2007 zehn Milliarden Euro erwirtschaftet. Die Dividende steigt auf 5,30 von 4,50 Euro je Aktie, wie die Allianz am Donnerstag in München mitteilte.

Der den Aktionären zurechenbare Gewinn lag bei 1,26 Milliarden Euro nach 1,24 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Das verfehlte die Analystenerwartung von 1,31 Milliarden Euro in einer Umfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg. Der Umsatz im Schlussquartal stieg leicht von 25,9 Milliarden Euro auf 26,8 Milliarden Euro.

Die größten Versicherer Europas (nach Beitragseinnahmen)

Platz 10

Mapfre (Spanien)
Beitragseinnahmen 2012: 21,6 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 10,1 Prozent
Quelle für alle Angaben: Übersicht von Mapfre.

Platz 9

Crédit Agricole Assurances (Frankreich)
Beitragseinnahmen 2012: 22,5 Milliarden Euro
Rückgang gg. Vorjahr: minus 7 Prozent

Platz 8

CNP Assurances (Frankreich)
Beitragseinnahmen 2012: 26,4 Milliarden Euro
Rückgang gg. Vorjahr: minus 11,8 Prozent

Platz 7

Talanx (Deutschland)
Beitragseinnahmen 2012: 26,7 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 12,6 Prozent

Platz 6

Aviva (Großbritannien)
Beitragseinnahmen 2012: 28 Milliarden Euro
Rückgang gg. Vorjahr: minus 7 Prozent

Platz 5

Prudential (Großbritannien)
Beitragseinnahmen 2012: 36,8 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 24,9 Prozent

Platz 4

Zurich (Schweiz)
Beitragseinnahmen 2012: 39,7 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 16,2 Prozent

Platz 3

Generali (Italien)
Beitragseinnahmen 2012: 69,6 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 0,7 Prozent

Platz 2

Allianz (Deutschland)
Beitragseinnahmen 2012: 72 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 4 Prozent

Platz 1

Axa (Frankreich)
Beitragseinnahmen 2012: 84,6 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: 5 Prozent

Ein starkes Sachversicherungsgeschäft machte 2013 trotz verheerender Stürme und Hochwasser-Schäden sinkende Gewinne in der Lebens- und Krankenversicherungssparte wett. Der Nettogewinn kletterte um fast 15 Prozent auf sechs Milliarden Euro.

2014 dürften sich die Bremsspuren in der Vermögensverwaltung erstmals auch im Gewinn niederschlagen. Für die vom Rücktritt ihres Chefs Mohamed El-Erian und milliardenschweren Mittelabflüssen gebeutelte US-Tochter Pimco erwartet die Allianz deutlich geringere Ergebnisse. Für den gesamten Konzern bleibt Diekmann für 2014 jedoch zuversichtlich. Er stellte einen stabilen operativen Gewinn von 9,5 bis 10,5 Milliarden Euro in Aussicht. „Das Umfeld bleibt auch 2014 herausfordernd, aber unsere bisherige Leistung zeigt, dass wir mit unserer Drei-Segmente-Strategie gut aufgestellt sind“, sagte der Allianz-Chef.

Der Aktienkurs der Allianz hat dieses Jahr 0,5 Prozent zugelegt, womit der Versicherer auf einen Marktwert von 59,8 Milliarden Euro kommt. Zum Vergleich: Der Bloomberg Europe 500 Insurance Index weist für dieses Jahr ein Plus von 2,8 Prozent aus.

Kommentare (1)

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27.02.2014, 09:31 Uhr

Herr Schäuble muss sich als oberster Aufseher einmal Gedanken darüber machen, was er mit seiner BaFin will.

Von einer Finanzaufsicht kann man offensichtlich nicht reden. Ein Lobbyistenverein ist da schon eher die Interpretation.

Der Gewinnsprung ist plausibel, weil alle Märkte, in denen Versicherungen mit Geldanlagen tätig sind (Aktien-, Renten- und Immobilienmarkt) auf Höchstständen rangieren.

Nach der AXA vermeldet nun auch die Allianz einen Gewinnsprung. Gleichzeitig gehen die Versicherer mit Unterstützung der BaFin hin und kürzen den Versicherten bei Endfälligkeit der Lebensversicherungen die Auszahlungen. Da muss doch auch ein Bundesfinanzminister ins Grübeln kommen. Oder?

Es ist dringend an der Zeit, dass die BaFin unter die Aufsicht des Verbraucherschutzministerium kommt und von dort klare Weisungen erhält!

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