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31.05.2012

07:41 Uhr

Versicherungsschutz

Euler Hermes sind Griechen-Exporte zu riskant

Exporte nach Griechenland sind dem Waren-Kredit-Versicherer Euler Hermes SA zu heikel. Ab sofort bietet das Unternehmen für Lieferungen in den Schuldenstaat keinen Versicherungsschutz mehr an.

Der Containerhafen von Piräus. dpa

Der Containerhafen von Piräus.

Der französische-deutsche Waren-Kredit-Versicherer Euler Hermes SA will neue Lieferungen nach Griechenland nicht mehr versichern. Lieferungen, die zurzeit unterwegs sind, werden weiterhin versichert bleiben, erklärte Euler-Sprecherin Bettina Sattler telefonisch gegenüber Bloomberg. Für künftige Lieferungen würde das Unternehmen jedoch keinen Versicherungsschutz mehr anbieten.

Die Entscheidung ist getroffen worden, da der Export nach Griechenland „deutlich riskanter” geworden ist, heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens per E-Mail. Euler Hermes geht jedoch nach wie vor davon aus, dass Griechenland in der Eurozone bleiben wird.

In Griechenland stehen am 17. Juni erneute Wahlen an, da nach dem Urnengang Anfang Mai keine arbeitsfähige Regierung hatte gebildet werden können. Dabei bestehen Befürchtungen, dass Parteien gewinnen, die sich gegen die Voraussetzungen für die Hilfszahlungen von Europäischer Union (EU) und Internationalem Währungsfonds (IWF) stellen.

Euler Hermes hatte bereits am 26. Mai angekündigt, dass die Versicherung von Exporten nach Griechenland überprüft werde. Es besteht nämlich die Gefahr, dass das Land aus der Währungsunion austreten wird, hieß es damals. Der Waren-Kredit-Versicherer wurde 2002 durch den Zusammenschluss der Tochtergesellschaften der deutschen Allianz SE und der französischen Assurances Generales de France SA gebildet. Kontrolliert wird das Unternehmen mit Sitz in Paris von der Allianz.

Kommentare (1)

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31.05.2012, 08:47 Uhr

"Euler Hermes geht jedoch nach wie vor davon aus, dass Griechenland in der Eurozone bleiben wird."

Dennoch ist das Risiko zu gross, dass es nicht so sein wird - oder wie ;-) Also "wenn er davon ausgeht", dass es keine Probleme gibt, dann widerspricht er sich selber durch sein Handeln.

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