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19.04.2015

17:14 Uhr

Verurteilte Berater

Allianz lässt sich von korruptem Ärztefunktionär beraten

VonJan Keuchel, Sönke Iwersen

Der wegen Korruption im Amt verurteilte Präsident der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg berät die Allianz zu Trends im Gesundheitswesen. Über die Höhe der Vergütung schweigt der Konzern.

Der größte deutsche Versicherer Allianz bezahlte mehrfach straffällige Ärztefunktionäre für Beratungsleistungen. dpa

Der größte deutsche Versicherer Allianz bezahlte mehrfach straffällige Ärztefunktionäre für Beratungsleistungen.

DüsseldorfDer größte deutsche Versicherer Allianz bezahlte mehrfach straffällige Ärztefunktionäre für Beratungsleistungen. Das berichtet das Handelsblatt in seiner Montagausgabe. So habe eine Konzernsprecherin bestätigt, dass der wegen Korruption im Amt verurteilte Präsident der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg, Hans-Joachim Helming, noch immer Mitglied im so genannten Ärztebeirat der Allianz Private Krankenversicherung ist.

Der Beirat, der aus knapp 20 hochrangigen Ärztefunktionären und dem Vizechef des Bundestagsgesundheitsausschusses besteht, berät das Unternehmen nach eigenen Angaben zu Themen und Trends im Gesundheitswesen. Die Mitglieder erhalten für ihre Tätigkeit eine Vergütung, über deren Höhe der Konzern allerdings schweigt.

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Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg ist wegen Vorteilsnahme im Amt verurteilt worden. Er soll weiter im Ärztebeirat der Allianz sitzen. Doch das stört offenbar weder ihn noch den Versicherer.

Helming erhielt im Oktober 2014 einen Strafbefehl wegen Vorteilsnahme im Amt. Der Gynäkologe hatte sich mitsamt Begleitung von einer Computerfirma, die auch die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg belieferte, zur Potsdamer Schlössernacht einladen lassen. Der Strafbefehl ist nach Auskunft des Amtsgerichts Potsdam seit November 2014 rechtskräftig. Helming ist nicht der erste Fall dieser Art.

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