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07.07.2016

14:02 Uhr

Vienna kauft Axa-Teile

Tochterfirmen in Serbien wechseln den Besitzer

Axa will raus, Vienna will rein: Der österreichische Versicherer übernimmt serbische Töchter des französischen Konkurrenten. Die Produktpalette soll dabei sich nicht ändern.

Vienna-Insurance-Chefin Elisabeth Stadler hat das Ziel ausgegeben, den Marktanteil in Serbien, Polen, Ungarn und Kroatien auf mindestens zehn Prozent zu steigern. dpa

Versicherungskonzern Axa

Vienna-Insurance-Chefin Elisabeth Stadler hat das Ziel ausgegeben, den Marktanteil in Serbien, Polen, Ungarn und Kroatien auf mindestens zehn Prozent zu steigern.

FrankfurtDer französische Versicherer Axa zieht sich aus Serbien zurück und verkauft seine dortigen Töchter an den österreichischen Versicherer Vienna Insurance. Zum Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, teilten beide Unternehmen am Donnerstag mit. Durch die Übernahme der Axa-Töchter steige der Marktanteil von Vienna Insurance in Serbien auf 11,5 Prozent von 9,7 Prozent im vergangenen Jahr.

Die beiden Axa-Gesellschaften erwirtschafteten den Angaben zufolge 2015 gut zwölf Millionen Euro Prämienvolumen und verfügen über 106.000 Kunden. Vienna Insurance kam in Serbien im vergangenen Jahr auf ein Prämienvolumen von 61,6 Millionen Euro. Mit Unfall-, Kfz-, Haushalts- und Lebensversicherungen hätten die Axa-Gesellschaften die gleichen Produkte im Angebot wie Vienna Insurance und passten daher sehr gut zu dem Konzern, begründete der für Serbien zuständige Vorstand Peter Höfinger den Zukauf.

Die seit Januar amtierende Vienna-Insurance-Chefin Elisabeth Stadler hatte das Ziel ausgegeben, das Geschäft in Osteuropa weiter auszubauen und den Marktanteil in Serbien, Polen, Ungarn und Kroatien auf mindestens zehn Prozent zu steigern. Zuletzt erwirtschaftete der österreichische Versicherer rund die Hälfte der Prämien und deutlich mehr als 50 Prozent des Gewinns in Osteuropa.

Die größten Versicherer Europas (Beitragseinnahmen 2014)

Platz 10

Mapfre (Spanien)
Beitragseinnahmen 2014: 22,4 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: plus 2,6 Prozent
Quelle für alle Angaben: Übersicht von Mapfre.

Platz 9

Aviva (Großbritannien)
Beitragseinnahmen 2014: 27 Milliarden Euro
Rückgang gg. Vorjahr: plus 4,1 Prozent

Platz 8

Talanx (Deutschland)
Beitragseinnahmen 2014: 29 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: plus 3,0 Prozent

Platz 7

Crédit Agricole Assurances (Frankreich)
Beitragseinnahmen 2014: 29,4 Milliarden Euro
Rückgang gg. Vorjahr: plus 14,3 Prozent

Platz 6

CNP Assurances (Frankreich)
Beitragseinnahmen 2014: 30,5 Milliarden Euro
Rückgang gg. Vorjahr: plus 11,4 Prozent

Platz 5

Zurich (Schweiz)
Beitragseinnahmen 2014: 39,5 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: plus 1,1 Prozent

Platz 4

Prudential (Großbritannien)
Beitragseinnahmen 2014: 40,9 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: plus 14 Prozent

Platz 3

Generali (Italien)
Beitragseinnahmen 2014: 70,4 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: plus 6,9 Prozent

Platz 2

Allianz (Deutschland)
Beitragseinnahmen 2014: 73,9 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: plus 2,5 Prozent

Platz 1

Axa (Frankreich)
Beitragseinnahmen 2014: 86,3 Milliarden Euro
Wachstum gg. Vorjahr: plus 0,9 Prozent

Von

rtr

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